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Mit einem nassen Schwamm kühlt hier BWWL-Physiotherapeutin Veronika Baune den zwickenden Oberschenkel von Spieler Jonas Klos. Foto: Michael Steyski

Fußball

Baune gehört als Physiotherapeutin zum Betreuer-Stab von BWW Langenbochum

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VILLA BRINKMANN - Frauenpower beim Bezirksligisten BWW Langenbochum: Veronika Baune gehört als Physiotherapeutin zum Betreuer-Stab der Mannschaft.

Ees ist eher unüblich in der Bezirksliga, dass ein ausgebildeter Physiotherapeut zum Betreuer-Stab gehört. Bei BW Westfalia Langenbochum ist es seit dieser Saison Alltag: Veronika Baune kümmert sich um die Spieler. Und hat dabei alle Hände voll zu tun. Die Verletzten-Liste der Blau-Weißen – ausgerechnet vor dem Derby beim Spitzenreiter SV Vestia Disteln – ist lang. Dass der eine oder andere Spieler zurückkehrt, ist auch ein Verdient von Baune. „Sie hat magische Hände“, meint BWWL-Trainer Mirko Talaga.

Baune, 28 Jahre jung, arbeitet im Gesundheits- und Reha-Zentrum medicos.AufSchalke. Vor gut sechs Jahren kam sie vom Tecklenburger Land ins Ruhrgebiet, der Arbeit wegen. Als bekennender Schalke-Fan passte natürlich das Angebot, im Gelsenkirchener Reha-Zentrum zu arbeiten. Eine gute Freundin und Kollegin hatte den Kontakt zu den Langenbochumern hergestellt. „Klar war, dass ich für einen Fußballverein arbeiten wollte“, sagt Baune. Sie hatte auch ein Angebot aus der Landesliga, half bei Bezirksligisten aus – und entschied sich letztlich für die Hertener Mannschaft.

Warum? „Die Jungs sind gut drauf, es ist alles sehr kameradschaftlich. Mein Bauchgefühl sagte, dass ich hier viel besser reinpasse“, sagt Baune. Und da ihr Herz für den FC Schalke 04 schlägt, „passt das ja auch mit den Vereinsfarben“, wie Baune mit einem Augenzwinkern mein. Da sie in Recklinghausen wohnt, hält sich die Anfahrt in Grenzen.

Bei Bedarf auch dienstags im Einsatz

Mindestens zweimal die Woche ist die Physiotherapeutin bei der Mannschaft. Am Sonntag beim Spiel, einmal beim Training. „Meistens bin ich freitags bei den Spielern, bei Bedarf zusätzlich dienstags“, sagt Baune. Sie knetet aber nicht nur die Muskeln durch, sondern bestreitet teilweise auch individuelles Training. Immer in Absprache mit dem Trainer-Team, mit dem sie im regen Austausch steht.

„Den Ball passen kann ich noch. Ich habe früher selbst in einer Mannschaft gespielt“, sagt Baune. Das war in ihrer Heimat, beim VfL Eintracht Mettingen. „Immerhin haben wir Bezirksliga gespielt“, sagt Baune. Ein Anfängerfehler ist ihr auch schon passiert. Gerade zu Beginn war sie nervös. Als sie auf den Platz eilen wollte, verteilte sie den Inhalt ihres Betreuer-Koffers vor ihren Füßen. "Nicht zugemacht, kann passieren", sagt Baune. Sie hilft auch schon mal beim Gegner aus, so wie zuletzt gegen SW Röllinghausen, die "nur" über einen Betreuer verfügen. Erst einmal arbeiten beide Seiten bis zum Saisonende zusammen. „Es könnte auch eine längerfristige Beziehung werden“, sagt Baune.

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