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Arbeitet gut nach hinten mit: die Langenbochumer Offensivkraft Tobias Portmann (l.).

Fußball - Bezirksliga

Das BWWL-Tor ist wie vernagelt

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Herten - Mit der berühmten Mauer-Taktik hat Fußball-Trainer Mirko Talaga nichts am Hut. Dennoch hat Bezirksligist BW Westfalia Langenbochum die beste Abwehr der Staffel 9.

Mit Blick auf die überkreislichen Ligen fällt auf: Nur Oberligist FC Schalke 04 II kann da bei den Gegentoren mithalten, hat bislang ebenso sieben Gegentore wie die Langenbochumer kassiert – an 14 Spieltagen. „Vor den Schalkern muss man den Hut ziehen, in der Oberliga wird ein anderer Fußball gespielt als bei uns“, meint Talaga.

Seit eineinhalb Jahren ist er Trainer bei den Blau-Weißen. Bereits in der letzten Spielzeit waren die Langenbochumer in der Defensive überragend, haben nur ein Gegentor mehr bekommen als der Meister Wacker Obercastrop.

„Schon letztes Jahr haben wir gut gegen den Ball gearbeitet. Jetzt hat die Mannschaft mein System verstanden, es weiter verinnerlicht“, sagt Talaga. Für ihn fängt die Abwehrarbeit ganz vorne an. „Wir stellen den Gegner bereits bei Abstößen zu“, sagt der Trainer. Gerade die Offensiv-Kräfte Pascal Kötzsch, Tobias Portmann oder Leroy Stemmer würden viel Laufarbeit verrichten. „Es ist sich keiner zu schade, nach hinten zu arbeiten. Je länger wir den Ball haben, desto schwieriger wird’s für den Gegner“, sagt Talaga. Für ihn spielen seine Schützlinge kontrolliert offensiv. Er weiß aber auch: „Wenn ein Spieler nicht mitmacht, haben wir ein Problem.“

Lediglich ein bis drei Torchancen lassen die Hertener pro Partie aus dem Spiel heraus zu. „Standards wie Ecken oder Freistöße kann man schwer verteidigen“, ergänzt Talaga.

Dabei muss er seit dem ersten Spieltag auf seinen Abwehr-Chef verzichten. Kapitän Michael Wiedera zog sich im Duell mit dem SV Zweckel eine langwierige Verletzung zu. Und hinten in der Vierer-Kette gibt’s aus Verletzungsgründen immer wieder wechselndes Personal. „Dennoch funktioniert’s“, betont Talaga. Das würde auch am Torwart liegen. Stamm-Keeper Max Ronneburg kassierte drei Gegentore, Aushilfe Ben Szumigala deren vier.

Ziel sei es, bis zum Jahresende unter zehn Gegentore zu bleiben. „Die ganzen Schulterklopfer für die guten Leistungen in den letzten Wochen tun weh. Wir müssen aber weiter arbeiten, haben noch nichts erreicht“, sagt Talaga.

Im Vorübergehen nehmen die Langenbochumer die Punkte eben nicht mit. Talaga ergänzt: „Wir werden in jedem Spiel 90 Minuten lang gefordert, müssen uns Woche für Woche die Punkte erarbeiteten.“ So wird’s auch am kommenden Sonntag bei der heimstarken SpVg Blau-Gelb Schwerin sein.

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