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Tritt als 60-Jähriger immer noch gegen den Ball: Gerd Wirbitzky (l.) von der DJK Spvgg. Herten.

Fußball

Gerd Wirbitzky feiert am Dienstag den 60. Geburtstag

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Wahrscheinlich steht am Dienstag das Telefon bei Gerd Wirbitzky nicht wirklich still. Der Ü-50-Fußballer der DJK Spvgg. Herten feiert einen runden Geburtstag.

  • Gerd Wirbitzky wird am Dienstag 60 Jahre alt.
  • Als Sechsjähriger begann er mit Vereins-Fußball im Katzenbusch.
  • Künftig möchte er in der Ü-60-Kreisauswahl spielen.

"Eigentlich feiern wir bei der DJK Spvgg. den 100. Geburtstag", schmunzelt Wirbitzky. Denn neben seinem 60. Geburtstag wird am Dienstag Geschäftsführer Thorsten Gringel runde 40 Jahre alt.

Als Straßenfußballer begann der gebürtige Hertener seine Fußball-Laufbahn. Ja, bis er mit sechs Jahren im Katzenbusch landete, bei der Spvgg. Herten. Da es damals keine Minikicker gab, spielte er fünf (!) Jahre lang in der D-Jugend. 

"Ich fühlte mich vernachlässigt"

Nach einem weiteren Jahr in der C-Jugend wechselte er zumFC Schalke 04.  Dort spielte er zwei Jahre lang bis zur B II, verlor dann jedoch die Lust. "Da fühlte ich mich vernachlässigt", sagt Wirbitzky. Nach einem halben Jahr Pause stand fest: Ohne Fußball geht's doch nicht. Er schloss sich  für zwei Jahre der A-Jugend vonEintracht Recklinghausen an, damals Bezirksligist.

Hansi Eberbach, damals Trainer bei der Spvgg. Herten, holte Wirbitzky als Senior in den Katzenbusch zurück. "Da sind wir als Bezirksligist sofort in die Landesliga aufgestiegen", erinnert sich Wirbitzky. Drei Jahre spielte in der Landesliga, ging dann als 22-Jähriger zum Oberligisten VfB Waltrop

6:4-Erfolg gegen Bundesligist 1. FC Köln

"Das war eine schöne Zeit unter Trainer Fips Schulte", sagt Wirbitzky. Unvergessen das Freundschaftsspiel gegen den Bundesligisten 1. FC Köln. Das gewann der Oberligist im vollen Waldstadion mit 6:4. Zur Pause führten die Waltroper bereits mit 4:1. "Ich weiß noch, wie Nationaltorwart Toni Schumacher seine Handschuhe vor die Wand geknallt hat", schmunzelt Wirbitzky.

In der Hebewerkstadt hielt es ihn drei Jahre, bis zum Oberliga-Abstieg. Von dort ging's für vier Jahre zum Nordrhein-Oberligisten SW Essen. In der Saison 1987/88 qualifizierten sich die Kruppstädter für die Hauptrunde im DFB-Pokal. In Runde eins traten die Schwarz-Weißen beim damaligen Verbandsligisten VfB Lübeck an. Wirbitzky ebnete den 2:1-Sieg mit dem frühen 1:0.

Erfolge im DFB-Pokal

In Runde zwei wartete der damalige Zweitliga-Spitzenreiter SV Darmstadt 98 unter Kult-Trainer Klaus "Schlappi" Schlappner. Und wieder gewannen die Essener, mit 1:0. Am 14. Februar 1988 ging's in der dritten Runde gegen den damaligen BundesligistenVfL Bochum

Und dieser setzte sich am Uhlenkrug nur knapp mit 1:0 durch - und verlor später das Finale gegen Eintracht Frankfurt mit 0:1. In den vier Jahren bei den Schwarz-Weißen blieben Wirbitzky auch die Derbys gegen die Rot-Weißen im Gedächtnis. "Da gab's immer volles Haus", sagt der Hertener. 

Spielertrainer im Katzenbusch

Dieser schloss sich nach seiner Essen-Zeit ein Jahr lang dem Oberligisten SpVg. Marl an, wechselte dann zurück in den Katzenbusch - als Spielertrainer der ersten Mannschaft in der Bezirksliga. Das machte Wirbitzky vier Jahre lang, hörte dann mit 34 Jahren auf.

Kurz danach folgte noch mit 35 Jahren ein Intermezzo beim Verbandsliga-Absteiger 1. FC Recklinghausen unter Trainer Klaus Berge. "Mit einer zusammengewürfelten Truppe sind wir sogar Dritter geworden", erinnert sich Wirbitzky. Danach kickte er noch bis zum 41. Lebensjahr bei den Senioren der Spvgg. in der Kreisliga A.

Bei der Ü 50 auf Torejagd

Fußball machte dem Stürmer, der meist als hängende Spitze agierte und dank seiner Schusstechnik oft aus der zweiten Reihe traf, weiter Spaß.  Also ging Wirbitzky fortan bei den Alten Herren auf Torejagd. Mit mittlerweile 60 Jahren spielt er fest in der Ü 50, bei der Ü 40 nur, "wenn Not am Mann ist", wie Wirbitzky betont.

Künftig möchte er auch das Trikot der Ü-60-Kreisauswahl tragen. "Da habe ich schon zweimal mitgekickt. Das mache ich, solange ich gesund bleibe", sagt Wirbitzky. 

 

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