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Fassungslos steht hier SC-Trainer Marcel Nitschmann (l.) nach dem Abpfiff am Spielfeld-Rand. Foto: Oberhag

Fußball

SC Herten steigt nach 2:2-Remis in die Kreisliga B ab

PASCHENBERG - Bitter, Bitter: Da verdaddelt der SC Herten in der Abstiegsrelegation der Kreisliga A eine 2:0-Führung und steigt nun nach dem 2:2 gegen Fenerbahce Istanbul Marl in die Kreisliga B ab. Das Hinspiel in Marl endete 1:1.

Obwohl die Gastgeber lange Zeit wie der sichere Sieger aussahen, brachen sie in den Schlussminuten komplett ein und müssen daher nach dem 1:1 im Hinspiel den Gang in die Kreisliga B antreten. Dabei ging es gut los für die Heimelf. Bereits nach vier Minuten hatte Stefan Grabowski die erste Riesenchance für die Gastgeber auf dem Fuß, scheiterte jedoch im Eins-gegen-Eins an Fenerbahce-Keeper Aydin Develi.

Nur zwei Minuten später ließ der Stürmer Develi aber keine Chance mehr. Nach einer Flanke über die rechte Seite schoss Grabowski zur frühen Führung für die Berglöwen ein. In der Folge entwickelte sich vor gut 250 Zuschauern am Paschenberg eine zerfahrene Partie, die kaum Höhepunkte zu bieten hatte. Viele Nickligkeiten ließen keinen wirklichen Spielfluss zustande kommen, wodurch Torchancen Mangelware waren.

Schiri pfeift Vorteils-Situation für die Marler weg

Der größte Aufreger nach dem Führungstreffer in Hälfte eins gab es in Minute 17, als Schiedsrichter Dieter Kroll (Recklinghausen) den Marlern eine Vorteils-Situation abpfiff und auf Freistoß für Fenerbahce entschied. Bitter nur, dass Oguzhan Inam den Ball schon versenkt hatte.

Und auch die zweite Hälfte startete für die Berglöwen nach Maß. Der Ball wurde schnell nach vorne gespielt. Die Gäste waren wohl noch überhaupt nicht auf dem Platz, und Sascha-Sebastian Uhle versenkte nach nur 13 Sekunden zum 2:0.

Gastgeber kämpfen mit Kondition

Die Minuten verstrichen, in welchen Marl immer offensiver wurde und Luft schnupperte, weil die Gastgeber sichtlich mit ihrer Kondition zu kämpfen hatten. Es half wohl auch nicht, dass das Trainerduo Klandt/Nitschmann bereits nach 57 Minuten verletzungsbedingt seinen dritten Wechsel vollziehen musste.

SC Herten:

Fischer – Klopp (57. Kober) Napierala, Jokhaji, Bosnjak, Grabowski, Milek (46. Langowicz), Bazovicar, Uhle, Kaszubski, Fortnagel (39. Fortnagel)

Der eingewechselte Muhammad Kalyoncu war dann derjenige, der endgültig den Glauben für Fenerbahce zurückbrachte. Seine Flanke trudelte unberührt in die lange Ecke (82.). Grenzenlos war dann die Trauer, nachdem der ebenfalls eingewechselte Sezer Ciloglu nur zwei Minuten später das 2:2 erzielte und somit die Herten eine Klasse tiefer schickte.

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