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Eine Konstante beim SuS Bertlich: Murat Kocaoglu (M.), hier im Duell mit Berglöwe Bernd Warias. Foto: Steyski

Fußball - Kreisliga B-3

Es fehlt in der Breite

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Keine Frage, es läuft recht rund. „Ich würde aber nicht sagen, dass wir ein Titelanwärter sind. Wir hatten vor Saisonbeginn die Meisterschaft nicht als Ziel ausgegeben“, sagt SuS-Betreuer Thomas Droste. Dass seine Bertlicher oben mitmischen werden, davon geht Droste aus. „Es werden aber noch so viele Punkte vergeben.“

Derzeit beträgt der Rückstand des Tabellendritten auf Spitzenreiter GW Erkenschwick III zwei Zähler, auf den Zweitplatzierten SW Röllinghausen II ein Pünktchen. „Ich wäre zufrieden, wenn wir mit diesen zwei Punkten Rückstand in die Winterpause gehen“, sagt Droste. Derzeit gibt der Bertlicher Kader nur 16 Akteure her. „Aber nur, wenn alle fit sind. Wir müssen im Kader breiter werden. 20 Spieler wäre ideal“, sagt Droste.

Zuletzt spielte der SuS 2:2 gegen die Röllinghäuser. „Damit kannst Du leben. Wir haben da die erste Halbzeit verpennt, einen dummen Elfmeter gegen uns bekommen“, blickt Droste kurz zurück.

Generell haben die Hertener die beste Abwehr der Liga, mit nur 16 Gegentoren in 13 Partien. Das liegt an der geballten Erfahrung. Frank „Fuzzy“ Berndt und Kevin Brodt sind schon „jenseits der 40“, verfügen aber über ein glänzendes Stellungsspiel. Und davor räumt Marius Theurich als defensiver Mittelfeldspieler viel weg. „Vor allem in der Luft“, ergänzt Droste. Ebenfalls auf der Position sechs liefert Murat Kocaoglu Woche für Woche konstant gute Leistungen ab.

Zudem setzt er Woche für Woche auf die bewährten Kräfte, die somit eingespielt sind. „Ich wechsel nicht wer weiß wie oft durch wie Schalke-Trainer Tedesco, der alle Nase lang was anderes ausprobiert“, fügt Droste hinzu.

Aber nicht nur auf die Abwehr können sich die Bertlicher verlassen. Auch im Angriff hat die Mannschaft eine Waffe: Rhodarius Komossa. In seinem zweiten Seniorenjahr steht der Stürmer bei bereits 25 Treffern in 13 Partien. 25 Tore hat er in der gesamten letzten Spielzeit erzielt.

Da stört es wenig, dass Sturmpartner Bayram Pazar – erzielte in der letzten Saison immerhin 36 Treffer – erst zwei Tore markiert hat. Allerdings hat Pazar nicht alle Spiele mitmachen können. „Zu Saisonbeginn war er fünf Wochen im Urlaub, dann hat’s ihn schwer am Rücken erwischt. Wir können froh sein, dass er überhaupt spielt. Das ist aller Ehren wert“, nimmt Droste seinen Stürmer in Schutz.

Warum Rhodarius Komossa nicht auszuschalten ist? „Natürlich hat er einen sehr guten Lauf, knipst und knipst. Er hat bei uns aber alle Freiheiten, wird in kein Schema gepresst“, sagt Droste über den Instinkt-Fußballer. Sein Näschen für Situationen bewies Komossa zuletzt gegen SW Röllinghausen, als er einen zu kurzen Rückpass eines Verteidigers erahnte, hinterher lief und das zwischenzeitliche 1:1 erzielte.

Zu den Konkurrenten um den Titel sieht Droste zwar GW Erkenschwick III. „Die dürfen aber nicht aufsteigen, wenn deren Erste in der Kreisliga A bleibt“, weiß Droste. Sicher hat er SW Röllinghausen II auf dem Schirm, aber auch den Stadtrivalen SV Westerholt. „Die haben sich rangepirscht“, sagt Droste. Zuletzt glückten den Westerholtern drei Siege in Folge. Wenn die Westerholter am kommenden Sonntag beim Spitzenreiter auflaufen, drückt er GW Erkenschwick III die Daumen. Wenn am Ende der Kreisliga-A-Aufstieg doch klappt? „Dann lassen wir eine Woche lang die Trompeten spielen“, sagt Droste.

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