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Und hoch das Bein: Distelns Jan-Niklas Lobert (l.) setzt sich in dieser Szene gegen Rentforts Yannick Wellhöner durch. Foto: Lechtenböhmer

Fußball

Langer sorgt mit seinem späten Treffer für Vestia-Jubel

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GLADBECK - In Unterzahl glückte Bezirksliga-Spitzenreiter SV Vestia noch der späte Siegtreffer beim BV Rentfort. Philipp Langer markierte das entscheidende Tor zum 2:1-Endstand.

„Es ist immer schwierig, in Rentfort zu gewinnen. Aber unter diesen Umständen ist es einfach geil“, resümiert Disteln-Trainer Roman Stöckl die Partie. Die besagten Umstände waren nicht unbedingt die Rentforter oder das schlechte Wetter. Die Distelner hatten viel mehr mit Schiedsrichter Tim Brenner zu kämpfen. Es waren in der Tat etliche Fehlentscheidungen, die der Unparteiische traf.

Die Leidtragenden waren zu 99 Prozent die Distelner, die mit einer besseren Chancenverwertung in Durchgang eins allerdings schon früh für klare Verhältnisse hätten sorgen können. Jan Lobert scheiterte nach 120 Sekunden an Rentfort-Schlussmann Martin Kyas (2.). Maurice Pagels (25.), Torjäger Philipp Müller (36.) und Louis Sliwa (45.) versiebten ebenfalls beste Chancen. Die defensiv gut gestaffelten Hausherren traten in der Offensive kaum in Erscheinung, trafen aber dafür gleich mit der ersten Chance ins Netz.

Nach einem abgefälschten Freistoß von Dominik Stukator feuerte Patrick Draxler – Bruder von Weltmeister Julian Draxler – den Ball an die Unterkante, von wo aus der Ball schließlich über die Linie sprang – 1:0 (22.). „Das Tor hatte das Zeug zum Tor des Monats“, gibt Stöckl zu. Trotz bester Chancen und mit gefühlten 70 Prozent Ballbesitz gingen die Distelner mit einem Rückstand in die Pause.

Lobert gleicht direkt nach der Pause zum 1:1 aus

Diesen egalisierte Jan-Niklas Lobert aber postwendend nach dem Wiederanpfiff. Nach schönem Zuspiel von Phil Janicki brachte Lobert die Kugel sicher im Tor unter (47.) – und leitete dadurch die beste Phase der Distelner ein. Die nächsten 20 Minuten gehörten ohne jeden Zweifel den Gästen, die sich an der Rentfort-Abwehr allerdings die Zähne ausbissen. Einen der wenigen Entlastungsangriffe „belohnte“ Schiri Brenner mit einem Strafstoß. Die Schauspieleinlage von Dominik Stukator übersah Brenner jedoch und ließ sich nicht von seiner Entscheidung abbringen. Jonas Weeke konnte den Strafstoß von Lennart Dickmann allerdings entschärfen (69.).

• Tore:

1:0 Patrick Draxler (22.), 1:1 Jan-Niklas Lobert (47.), 1:2 Philipp Peter Manfred Langer (90. +5)

• BV Rentfort:

Kyas – Wulfert, Hülskemper, Blume, Draxler, Steinhaus, T. Stukator (6. Kroll), von Kiedrowski (46. Wellhöner), D. Stukator, Nizeyimana (82. Schmidt), Dickmann

• SV Vestia Disteln:

Weeke – Gläßer, Schmitz, Kenzlers, Kruppa, Müller, Janicki (80. Langer), Karrasch, Pagels, Lobert (74. Arik), Sliwa (90. Rühl)

Nur 120 Sekunden später verwehrte Brenner auf der Gegenseite den Distelnern einen glasklaren Elfmeter. Youri Gläßer wurde von Sebastian Blume von den Beinen geholt. Die Pfeife blieb jedoch stumm. Da halfen auch keine Proteste. Zu allem Überfluss sah Kevin Kenzlers wegen Meckerns die Gelb-Rote-Karte (71.). In Unterzahl präsentierten sich die Distelner Mentalitätsmonster wieder ’mal als richtige Einheit. Philipp Langer traf noch in der Nachspielzeit zum umjubelten 1:2-Endstand (90.+5).

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