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Visieren einen Heimsieg an: Mesut Karabacak (2.v.l.) und die Bezirksliga-Fußballer des SV Vestia Disteln.

Fußball

Mesut Karabacak ist der Oldie im jungen Vestia-Team

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HERTEN - Mesut Karabacak ist bei Bezirksliga-Tabellenführer Vestia Disteln nicht wegzudenken. Der 31-Jährige will das junge Team führen.

Am Sonntag beim 5:0-Sieg des SV Vestia Disteln beim FC Marl war Mesut Karabacak der mit großem Abstand älteste Spieler im Distelner Aufgebot. Simon Brömmelhaus, der zweitälteste Vestia-Spieler an diesem Tag, ist vier Jahre jünger, der Großteil der Akteure sogar unter Mitte 20.

Aber Karabacak spielt eine ganz wichtige Rolle. „Er ist im Moment fast unersetzbar“, sagt sein Trainer Roman Malasewski. Dass das so ist, war vor einem halben Jahr nicht unbedingt abzusehen. Denn die vergangene Saison war nicht die erfolgreichste für Mesut Karabacak persönlich, denn er gehörte nicht immer zum Stamm. „Ich habe zu Saisonbeginn zweimal von Anfang an gespielt, da hatten wir keinen Erfolg“, sagt Karabacak im Rückblick. „Dann war ich im Urlaub, und die Jungs haben das in der Zeit super gemacht“. Fortan war es schwer, ins Team zu kommen. Er habe es dem Trainer nicht übel genommen, dass er nicht immer spielte, wollte das aber natürlich ändern, sagt Karabacak.

Und das hat er eindrucksvoll geschafft, unter anderem mit seiner Fitness. Denn Karabacak ist sicherlich nicht der Schnellste, aber seine Laufleistung im Spiel ist trotzdem hoch. Die Leistungsdiagnostik der Distelner verzeichnete 10 km Gesamtlaufleistung – laut Roman Malasewski einer der Spitzenwerte im Team. „Ich habe mir vor Saisonbeginn gesagt: Der Trainer hat mich vielleicht nicht auf dem Schirm, aber ich ziehe voll durch, dann soll er mal entscheiden“, sagt Karabacak. Und das zahlt sich nun für ihn und das Team aus.

Karabacak hat eine sehr gute fußballerische Ausbildung genossen, nach dem Start bei den Sportfreunden Herten spielte er für den FC Schalke 04 und RW Oberhausen in der A-Junioren-Bundesliga, und auch seine Seniorenstationen waren lange eher höherklassig angesiedelt. Mit dem SV Schermbeck stieg er in die Oberliga auf, spielte für den FC 96 Recklinghausen in der Westfalenliga, wechselte dann zur SG Langenbochum und gelangte von dort aus über YEG Hassel nach Disteln.

Dort spielt er seine fünfte Saison. Als er geholt wurde – Karabacak wohnt nur 200 Meter vom Platz an der Fritz-Erler-Straße entfernt –, sollte er mithelfen, die aus der eigenen Jugend nachrückenden Spieler zu führen. Und daran hat sich für den defensiven Mittelfeldakteur bis heute im Prinzip nur ganz wenig geändert. Karabacak fühlt sich auch wohl unter den vielen jungen Spielern. „Die Stimmung ist überragend“, sagt er. „Und das brauchst du auch, wenn du Erfolg haben willst.“ Sich selbst sieht der 31-Jährige dabei in einer Führungsposition. „Ich denke, ich habe die Klasse und die Erfahrung“, sagt Mesut Karabacak. Zurzeit läuft’s rund bei Vestia Disteln, einen Kritikpunkt hat Karabacak aber schon: „Mir fehlt die Streitkultur“, sagt er, auf dem Platz sei es manchmal viel zu ruhig. Aber das ändert dann eben der Oldie: „Ich bin ein Typ, der Sachen offen anspricht.“

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