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Fällt erneut aus beim SV Vestia Disteln: Timo Schumski (l.), hier mit Philipp Müller. Foto: Kevin Korte

Fußball

Müller ebnet mit Hattrick Weg zum Distelner 5:1-Erfolg

RECKLINGHAUSEN - Am Ende war's eindeutig: Bezirksligist SV Vestia stürmte die Maybacher Heide, setzte sich beim FC/JS Hillerheide mit 5:1 (3:0) durch.

Die Zusammenkunft kurz nach Abpfiff an der Distelner Bank war allerdings nicht von freudiger Natur. Timo Schumski hielt sich mit schmerzverzerrtem Gesicht die Schulter. „Er hat einfach die Seuche“, zählte Vestia-Trainer Roman Malasewski nochmals die Krankenakte des Neuzugangs auf: Nach Knochenödem und verhärtetem Oberschenkel-Muskel war der 22-Jährige endlich einsatzbereit – und brachte es auf lediglich gut 20 Spielminuten. Die waren aber ereignisreich. Nach seiner Einwechslung traf Schumski den Pfosten (70.) und zum 5:0 (74.), eher er sich unmittelbar vor dem Heider 1:5 durch einen Heber von André Kostrzewa bei einem Zusammenprall verletzte.

Logisch, Schumski war die tragische Figur des Distelner Auswärtsspiels. Sturmpartner Philipp Müller der schillernde Hauptdarsteller. Es müllerte auf der Maybacher Heide: Der 21-jährige Angreifer markierte einen Hattrick (19., 23., 37.) und legte im ebenfalls sehr einseitigem zweiten Durchgang für die Teamkollegen Jan-Niklas Lobert (50.) und eben Schumski (74.) auf.

Trainer Malasewski konnte da nur eine Lobeshymne anstimmen. „Er spielt sehr mannschaftsdienlich, ist nicht nur auf den eigenen Torabschluss bedacht. Und er hat zugehört.“ Der Tipp kam aus Heider Vergangenheit Malasewskis. „Michel Schnell ist ein Torhüter, der viel spekuliert.“ So entdeckte Müller das entblößte kurze Eck und schoß zum 0:2 ein. Bei einer 100-prozentiger Chancenverwertung Müllers hätte es noch drei weitere Male eingeschlagen (29., 61., 78.).

•Tore:

0:1, 0:2, 0:3 Phillipp Müller (19., 23., 37.), 0:4 Jan-Niklas Lobert (50.), 0:5 Timo Schumski (79.), 1:5 Andre Kostrzewa (85.)

•FC/JS Hilerheide:

Schnell – Baron, Fehr, Czmok, Reinartz, Geßner (74. Kasbrink), Juber (76. Guddatis), Sachsenweger, Elmas, Gilgner (74. Konzok), Kostrzewa

•SV Vestia Disteln:

Mahlmeister – Arik (60. Langer), Pagel, Schmitz, Sliwa, Makowski, Karabacak (82. Kruppa), Brömmelhaus, Kenzlers (66. Schumski), Lobert, Müller

•Schiedsrichter:

Ferid Tasbasi (Gelsenkirchen)

• Zuschauer:

150

„Wir sind nur knapp einem Debakel entgangen“, bilanzierte auch Hillerheides Trainer Rabih Such. „Wir haben Glück gehabt“, schaute der Trainer auf die Szene nach gut 30 Minuten zurück, als Schnell Müller im Strafraum fällte. Es gab Eckball statt Elfmeter und Rot. Such merkt an: „Die ersten drei Distelner Tore legen wir auf. Das war wie an Weihnachten. So viele Geschenke haben wir verteilt.“ Müller nahm sie gern an und packte aus.

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