+
Gäste-Spieler Niklas Martin (l.) versucht hier, den Distelner Angreifer Julian Höbrink vom Ball zu trennen. Foto: Sven Schneider

Fußball

SV Vestia II gibt beim 4:4 im Derby klare Führung aus den Händen

HERTEN - Auch wenn das Kreisliga-A-Derby zwischen dem SV Vestia II und der DJK Spvgg. mit einem 4:4 (3:1)-Remis endete, so durften sich die Gäste zumindest als moralischer Sieger fühlen.

Da wurden doch Erinnerungen an den 25. November 2017 wach: Im Bundesliga-Revierderby zwischen Borussia Dortmund und Schalke 04 wähnte sich zur Pause der BVB als der sichere Sieger, dann kamen die Gäste phänomenal zurück. Vergleichbares geschah zwischen der Vestia-Reserve und der DJK Spvgg. Herten, als sie sich mit 4:4 (3:1) trennten.

Als „Spiel auf ein Tor“ lässt sich die erste Halbzeit bezeichnen, als die Hausherren nervöse und verängstigt wirkende Gäste auf dem falschen Fuß erwischten. Niklas Falkenhahn bediente Julian Höbrink in der Mitte, der den herauseilenden DJK-Torhüter Timm Lehnert per Kopf geschickt überlupfte - 1:0 (15.). Kurz darauf hätte Höbrink prompt erhöhen müssen, als er einen Rückpass der Gäste erahnte und den linken Außenpfosten traf - das Tor war leer. Das war aber vergessen, als er es kurz darauf besser machte: Nach Schnittstellenpass tauchte er erneut frei vor Lehnert auf, diesmal zielte er genauer - 2:0 (24.).

Dem einzigen Angriff der Spvgg. war es geschuldet, dass das Ergebnis nicht deutlicher ausfiel: Juri Stolz legte nach Diagonalball quer auf den mitgelaufenen Mounir Chamba, der aus drei Metern Torentfernung kein Problem hatte (25.). Vestia-Verteidiger Youri Gläßer war’s egal, er war bei einem flach ausgeführten Freistoß seiner Mannschaft mit nach vorne geeilt und per Fußspitze als erster am Ball - 3:1 (32.).

Geimer trifft zum 4:1

Nach der Pause sorgte Disteln weiter für klare Verhältnisse im Hertener Kreisliga A-Derby: Dennis Geimer vollendete einen Angriff über rechts unhaltbar ins linke Eck zum 4:1 (61.). Klare Verhältnisse – bis dahin: Daniel Bergmannshoff verkürzte per Flachschuss ins rechte Eck und brachte so die Rot-Weißen ins Wanken (68.). Stefan Strasser nutzte das nur vier Minuten später eiskalt aus, als er mutterseelenallein am zweiten Pfosten einköpfen durfte (72.). Als sich Mounir Chamba nach fatalem Abwehr-Fauxpas im Distelner Strafraum eine Ecke aussuchen durfte und sich für die linke entschied, war die Aufholjagd der DJK Spvgg. komplett - 4:4 (79.) nach 4:1.

SV Vestia Disteln II:

Magga - Gläßer, Triefenbach, Falkenhahn, Kolk, Geimer, Gerlach (86. Reimann), Höbrink, Katnik, Kus (86. Raunest), Mach

DJK Spvgg. Herten:

Lehnert - Martin, Gülser, Günther, Strasser, Akcapinar, Stolz (60. Ergün), Bergmannshoff, Portmann, Chamba, Richter

Und dennoch: Vorbei war die Angelegenheit noch nicht, denn die Vestia setzte zum letzten Angriff an: Sammy Katnik tauchte nach Zuspiel von Ilyas Kus ganz frei im Zentrum auf und hatte wohl zu viel Zeit. Er zögerte zu lange und brachte seinen Abschluss nicht an DJK-Keeper Lehnert vorbei. Unschön: Praktisch mit dem Abpfiff sah der bereits ausgwechselte DJK-Spieler Juri Stolz wegen Meckerns die Rote Karte.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Meistgelesen

Messer bei Schlägerei gezückt: 20 Personen prügeln aufeinander ein – aus einem banalen Grund
Messer bei Schlägerei gezückt: 20 Personen prügeln aufeinander ein – aus einem banalen Grund
Straßen.NRW glaubt nicht, dass der Verkehr mit der Übergangs-Ampel besser floss
Straßen.NRW glaubt nicht, dass der Verkehr mit der Übergangs-Ampel besser floss
Gericht entscheidet über Bürgerbegehren zur Rathaussanierung  in Marl - was vom Prozess zu erwarten ist
Gericht entscheidet über Bürgerbegehren zur Rathaussanierung  in Marl - was vom Prozess zu erwarten ist
6:0 im Derby gewonnen - RWE-Trainer Albersmann ist trotzdem sauer  
6:0 im Derby gewonnen - RWE-Trainer Albersmann ist trotzdem sauer  
3:1 gegen Hillerheide:  Kreisliga-Spitzenreiter Genclikspor marschiert
3:1 gegen Hillerheide:  Kreisliga-Spitzenreiter Genclikspor marschiert

Kommentare