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SG-Keeper René Mennemann klärt vor dem Distelner Robin Karrasch. Foto: Krimpmann

Fußball

SV Vestia verteidigt Spitze mit dem 2:0 bei der SG Suderwich

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RECKLINGHAUSEN - Gut erholt zeigte sich Bezirksliga-Spitzenreiter SV Vestia von der 0:3-Derbyniederlage gegen BWW Langenbochum. Die Distelner verteidigten ihren Platz an der Sonne mit einem 2:0 (0:0) bei der SG Suderwich.

Lange Zeit war ein Sieger an diesem verregneten Sonntag an der Suderwicher Lülfstraße kaum auszumachen gewesen. Strafraumszenen? Mangelware, wie auch Torschüsse. Lange Zeit dümpelte das Spiel vor sich hin. Das änderte sich in der 64. Minute blitzartig: Philipp Müller zog von links in die Mitte, nahm aus gut 20 Metern Maß und schoss den Ball zur Distelner Führung flach ins lange Eck.

„Wir wussten um seinen starken rechten Fuß“, grämte sich Suderwichs Trainer Nassir Malyar. „Trotzdem haben wir nur Geleitschutz gegeben.“ Müßig anzufügen, dass der Treffer das Spiel in die entscheidende Richtung kippte, denn auch in der Folgezeit tat sich vor beiden Toren herzlich wenig. „Wir haben nicht wie gewohnt Druck aufbauen können“, bekannte Malyar.

Druck ablassen musste dafür der Suderwicher Trainer, und das in der 66. Minute. Der bereits gelbverwarnte Distelner Youri Gläßer holte 40 Meter vor dem Tor Denis Toskaj von den Beinen, kam aber – statt die durchaus vertretbare Ampelkarte zu sehen – mit einer Ermahnung davon. Für Toskaj war die Partie damit gelaufen, der Suderwicher Offensivmann wurde verletzt in die Kabine gebracht. Das alles brachte Malyar erst auf die Palme, dann hinter die Bande: Der Suderwicher Trainer wurde wegen allzu heftigen Reklamierens von Schiedsrichter Burak Tabak des Innenraums verwiesen. „In Überzahl hätten wir vielleicht die Möglichkeit gehabt, Druck aufzubauen“, so Malyar.

Janicki verdient sich Bestnoten

Ob’s geklappt hätte, ist müßig zu hinterfragen, denn der Spitzenreiter aus Disteln zauberte nicht, arbeitete dafür fleißig und fast fehlerfrei. Trainer Roman Malasewski hatte dazu eigens die taktische Ausrichtung geändert, Phil Janicki nach vorne beordert, wo sich der Offensivmann Bestnoten verdiente: „Es war wichtig, dass er viele Bälle festmachen konnte, da kommt ihm seine Ausbildung in der Jugend-Bundesliga zugute.“

• Tore:

0:1 (64.) Philipp Müller, 0:2 (83.) Kevin Kenzlers

• SG Suderwich:

Mennemann – Eggermann, Mlodoch, Jedfeld, Arndt – Grad (86. Vorholt) – Widera (80. Meyer), Schleume, Toskaj (66. Siebold), Junge – Özkaya

• SV Vestia Disteln:

Weeke – Gläßer (68. Kruppa), Landwehr, Kenzlers, Müller (90.+1 Rühl), Umierski, Janicki (86. Schmitz), Arik, Karrasch, Pagels, Karabacak

• Schiedsrichter:

Burak Tabak (Gladbeck)

• Zuschauer:

100

• Bes. Vork:

66. Minute Innenraumverweis für Nassir Malyar (Suderwich) wegen Reklamierens.

Bundesliga war ansonsten wenig an der Lülfstraße, das fand auch Roman Malasewski: „Wir wussten, dass Suderwich ein ganz ekliger Gegner sein würde, und das meine ich im positiven Sinne. Heute waren wir von zwei ekligen Mannschaften die ekligere.“ Die sich ein, zwei Abschlüsse mehr erarbeiten konnte und so folgerichtig in der Schlussphase auch das zweite Tor erzielte: Marc-Kevin Kenzlers traf aus dem Surker Strafraum (83.), nachdem Philipp Müller sich an der Grundlinie stark durchgesetzt und in den Rücken der SG-Abwehr gepasst hatte.

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