Handball

Kolev rettet SV Westerholt das 24:24-Unentschieden

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LÜNEN - Mit der allerletzten Aktion des Spiels rettete Rosen Kolev den Landesliga-Handballern des SV Westerholt das 24:24 (10:13) beim VfL Brambauer.

„Es wird richtig heftig im Abstiegskampf. Ich denke, dass sich die Entscheidung bis zum letzten Spieltag hinzieht“, sagt Westerholts Trainer Ralf Ani-schewski. Zumal die Konkurrenz im unteren Drittel eifrig punktete. Dem Vorletzten ETG Recklinghausen glückte mit dem 25:22 gegen den TuS Borussia Höchsten der zweite Sieg in Folge. Und der VfL Gladbeck II holte ein 24:24 gegen den Tabellendritten DJK Oespel-Kley. Zwischen Platz 7 und 13 liegen nur zwei Zähler. Nächster Gegner der Westerholter am Samstag ist eben der Tabellensiebte VfL Gladbeck II.

Die entscheidende Szene in Brambauer spielte sich in der Schlusssekunde ab. Die Westerholter hatten in den letzten 30 Sekunden bei einem Tor Rückstand Ballbesitz. Anischewski nahm Schlussmann Pascal Feldmann aus dem Tor, brachte einen siebten Feldspieler. „Wir haben die Zeit gut herunter gespielt, konnten uns aber keine zwingende Chance erarbeiten“, berichtet Anischewski.

Vielmehr gab’s in der letzten Sekunde noch einen Freiwurf für die Gäste, der direkt ausgeführt werden musste. Rosen Kolev trat an, sechs VfL-Spieler standen in drei Meter Abstand in der Mauer. Kolev wartete geschickt, bis die hoch gesprungene Mauer wieder herunter kam – und probierte es mit einem Wurf gegen den Abwehrspieler, der ganz links stand.

„Da hat er dem Kleinsten in der Deckung durch die Arme geworfen“, sagt Anischewski. Abgefälscht landete der Ball in der Torwartecke im Netz. Logisch, dass die Westerholter den Punktgewinn wie einen Sieg feierten, sich in den Armen lagen.

VfL führt zur Pause mit 13:10

Zuvor war’s ein Duell auf Augenhöhe. „Die Partie war von der ersten Sekunde an geprägt durch Kampfgeist“, sagt Anischewski. Beide Mannschaften wussten, worum es geht. Da die Hausherren in ihren Entscheidungen einen Tick besser waren, lagen sie beim Wechsel auch verdient mit drei Toren in Führung – 13:10.

SV Westerholt:

Feldmann, Pielors - Kliem, Schröder 2, Kolev 8/6, Stotten 2, Mühlnickel 2, Tekath 1, Boss 2, Bracklow 3, Leibner, Schlottke 4, M. Poursafar-Jahromi

Anischewski stellte das Spiel der Gäste um. Mats Stotten führte fortan im mittleren Rückraum Regie, zudem löste Rechtshänder Kai Schlottke den glücklosen Rechtsaußen Fabian Mühlnickel ab. „Beide Maßnahmen haben uns zurück ins Spiel gebracht“, sagt Anischewski. Mit einem verwandelten Siebenmeter schaffte Rosen Kolev das 19:19 (49.). Es blieb eng. 94 Sekunden vor dem Ende brachte Sebastian Pohl die Lüner wieder in Führung mit 24:23. Nachdem die Gäste ihren Angriff verdaddelten, hatte Brambauer 30 Sekunden vor Schluss die Riesenchance vom Kreis. Doch SVW-Keeper Pascal Feldmann parierte glänzend. Und dann fiel noch das 24:24 durch Kolev.

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