Handball

SV Westerholt gewinnt Abstiegs-Derby gegen VfL Gladbeck II mit 27:22

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AM BAHNHOF - Ein dickes Ausrufezeichen im Abstiegskampf haben die Landesliga-Handballer des SV Westerholt gesetzt - und den VfL Gladbeck II mit 27:22 (13:13) geschlagen.

Die Gäste stellten Westerholt-Spielermacher Rosen Kolev von Beginn an einen persönlichen Bewacher an die Seite. Durch diese Manndeckung entstanden allerdings Lücken in der VfL-Abwehr, die speziell Jan Schröder und Mats Stotten auszunutzen wussten. „Die beiden haben es im Eins-Gegen-Eins sehr gut gemacht“, lobt Westerholts Trainer Ralf Anischewski seine Rückraumspieler. Beide Kontrahenten brachten zudem ordentlich PS auf die Platte. Hüben wie drüben wurde die erste und zweite Welle durchgespielt.

Bitter: Die Wurfquote der Hausherren war – um es nett auszudrücken – ausbaufähig. „Wir hätten das Spiel in der ersten Halbzeit schon entscheiden können“, trauert Anischewski den vergebenen Chancen nach. Michel Boss blieb mit zwei Gegenstößen an Gladbeck-Torwart Justin Sieg hängen, der auch drei freie Würfe von Rechtsaußen Fabian Mühlnickel entschärfte und die Oberliga-Reserve damit vorerst im Spiel hielt. Westerholts Keeper Pascal Feldmann machte seine Sache ebenfalls außerordentlich gut, hielt das Spiel mit guten Reflexen offen – 9:7 (20.). Zur Pause ging es mit einem 13:13.

Nach dem Wechsel spielten beide Kellerkinder mit offenen Visier. Das Spiel wurde zunehmend hektischer und durch die viele überhasteten und unüberlegten Abschlüsse kam kein wirklicher Spielfluss zum Vorschein. Der Spannung tat das jedoch keinen Abbruch. Die Westerholter gewannen in der Schlussphase zudem eine ganz neue Erkenntnis und fütterten Kreisläufer Marius Leibner mit guten Anspielen. Der Kapitän dankte es seinen Kollegen und brachte alle fünf Versuche im Kasten unter.

Hausherren stellen aggressive Deckung

In der umkämpften Schlussphase machte das Zusammenspiel zwischen Mats Stotten, Jan Schröder und Kreisläufer Leibner dann auch den entscheidenden Unterschied aus. „Diese Kleingruppe hat es gut gelöst und war am Ende ein Faktor zum Sieg“, lobt Anischewski. Faktor Nummer zwei war die sehr präsente und aggressive Deckung der Hausherren.

SV Westerholt:

Feldmann 1, Pielors - Kolev 7/4, Schröder 6, Stotten 6, Leibner 5, Boss 1, Schlottke 1, Bracklow, Mühlnickel, Schürmann, Tekath, Kliem, M. Poursafar

„Wir haben schon in der ersten Halbzeit gut gedeckt. Mit 13 Gegentoren kann ich leben. Vor neun Toren in Durchgang zwei muss ich den Hut ziehen“, lobt Anischewski seine Deckung, die in den letzten zehn Minuten nur noch zwei Treffer zuließ und damit den Grundstein zum Sieg legte. Westerholt-Torwart Pascal Feldmann traf mit auslaufender Uhr aus dem eigenen Kreis zum 27:22-Endstand (60.).

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