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Fabian Mühlnickel trifft auch mit der linken Hand.

Auf der Rechtsaußen-Position

Egal ob mit links oder rechts - dieser Hertener Handballer kann es einfach

Linkshänder sind im Handball rar gesät. Aber beim SV Westerholt herrscht seit Jahren Konstanz auf der Rechtsaußen-Position. Durch einen Rechtshänder, der es auch mit links kann.

  • Fabian Mühlnickel besetzt bei Landesligist SV Westerholt seit Jahren die rechte Außenbahn.
  • Er wirft auch mit links - ist allerdings eigentlich Rechtshänder.
  • Intensiv hat er dafür mit seiner schwächeren Seite trainiert.

Fabian Mühlnickel ist in den Planungen der Landesliga-Handballer des SV Westerholt längst eine feste Größe und aus ihnen gar nicht mehr wegzudenken. 

„Es ist schon etwas Besonderes. Ich kenne eigentlich niemanden, der sich antrainiert hat, mit seinem schwächeren Arm zu werfen. Das macht er schon richtig gut“, lobt Trainer Stephan Winkler den 26-jährigen Ur-Westerholter, der seinem Verein seit 2005 die Treue hält und aktuell seine achte Seniorensaison bestreitet.

Eigengewächs kommt 2013 zur ersten Mannschaft

Seine Laufbahn begann jedoch im Rückraum, wo er seine Tore mit dem rechten Arm erzielte. „Feinmotorische Dinge habe ich damals aber schon mit links gemacht“, erinnert sich Mühlnickel.

 In der ersten A-Jugend-Saison versuchte „Mütze“, wie Mühlnickel gerufen wird, sich auf seinen linken Wurfarm zu fokussieren. „Meine Mutter hat mich damals gefragt, warum ich eigentlich nicht mit links werfe. Danach habe ich es im Training einfach unzählige Male probiert“, erzählt der angehende Grundschullehrer. 

Unterstützung erhielt er dabei von einigen Spielern aus der ersten Mannschaft. Unter Uwe Bekston schaffte er den Sprung in die Erstvertretung. „Wir durften in der A-Jugend die Vorbereitung der Verbandsliga-Mannschaft mitmachen. Das hat mich auf jeden Fall weitergebracht“, ist sich Mühlnickel sicher. 

Mit Janis Braun, Sebastian Schmedt und Stephan Prüfer erhielt der gebürtige Hertener gute Tipps von nachgewiesenen Experten auf den Außenbahnen. „Von den Jungs habe ich mir ganz viel abgeschaut. Alle haben mir mit Rat und Tat zur Seite gestanden. Dafür bin ich wirklich dankbar“, so Mühlnickel, der seit 2013 zum festen Stamm der ersten Mannschaft gehört und in dieser Zeit schon einiges miterlebt hat.

Zuletzt schafft Mühlnickel 20 Tore in drei Spielen

„Der Abstieg aus der Verbandsliga und die schwierige Saison danach waren sicherlich nicht gerade positiv“, so Mühlnickel. Mittlerweile hat sich die Situation jedoch wieder entspannt. Die Westerholter belegen den dritten Platz in der Landesliga und haben im Aufstiegsrennen noch ein Wörtchen mitzureden. Ein Verdienst des Rechtsaußen? „Die Hinrunde war für mich persönlich nichts zufriedenstellend. Ich hatte mit Schulterproblemen zu kämpfen. In der Rückrunde läuft es dagegen deutlich besser“, sagt Mühlnickel. Seine Ausbeute kann sich durchaus sehen lassen. 20 Tore in drei Spielen. „Es könnte schlechter laufen“, schmunzelt Mühlnickel. „Als Außenspieler ist man natürlich auch immer vom Rückraum abhängig. Wenn der pro Spiel zehn Tore macht, ist das für mich auch in Ordnung." „Ich würde beide Varianten nehmen“, sagt Westerholts Trainer Stephan Winkler mit einem Lachen.

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