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Und wieder ist einer entwischt: Löwen-Aufbauspieler Felix Fuhrmann steigt zum Korbleger hoch.

Basketball

Hertener Löwen zünden ein Feuerwerk: 111:71 gegen ETB Essen

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Die Hertener Löwen haben die Tabellspitze in der Regionalliga verteidigt. Am Freitagabend schlug das Team  von Trainer Cedric Hüsken die ETB Wohnbau Miners Essen 111:71 - und spielte dabei groß auf.

Mehr als 400 Löwen-Fans in der Halle der Rosa-Parks-Schule waren schon in der Pause hingerissen: Was der Regionalliga-Vizemeister gegen den Absteiger aus der 2. Liga ProB zeigte, war allerbeste Basketball-Unterhaltung.

Knapp fünf Minuten hielt das Essener Team mit Routinier Chris Alexander und viele jungen Spielern (wie Din Pobric, U19-Bundesliga-Spieler der Metropol Baskets Ruhr) dem Tempo und dem Druck der Gastgeber stand (10:10). Danach gab‘s keinen Halten mehr.

Pflüger übernimmt eine Hauptrolle

Die Löwen zündeten ein Feuerwerk an Fastbreaks, Distanzwürfen, pfiffigen Anspielen unter den Korb, an Dunkings und Alley oops. Mit dabei waren nicht nur die üblichen Verdächtigen wie Dijon Smith, Semir Albinovic oder Felix Fuhrmann. In eine Hauptrolle drängte diesmal auch Robin Pflüger. 

Der 26-jährige Flügelspieler, im Sommer 2018 vom Südwest-Regionalligisten TV Lich zu den Löwen gewechselt, sprühte vor Tatendrang und zeigte sein bestes Spiel im Hertener Trikot. Zur Pause hatte Pflüger schon für elf Punkte gesorgt.

Vorentscheidung zur Pause

Die Vorentscheidung war da bereits gefallen: Die Löwen hatten die beiden ersten Viertel mit 33:17 und 26:10 gewonnen – und nahmen einen 32-Punkte-Vorsprung mit in die Pause. Zur Freude der Fans ließen sie auch in der zweiten Halbzeit nicht locker. 

In der Defensive fassten die Hertener zwar nicht mehr ganz so entschlossen zu wie in Hälfte eins. Offensiv aber blieb der Unterhaltungsfaktor hoch. Nils Strubich war es, der schon vier Minuten vor dem Ende den Ball aus der Distanz in den Korb feuerte und die 100-Punkte-Marke knackte (100:62).

Lob und Kritik vom Trainer

„Es hat heute richtig Spaß gemacht, der Mannschaft zuzuschauen. 33 Assists zeigen, dass wir als Team gespielt haben“, lobte Trainer Cedric Hüsken hinterher – um nach der Löwen-Gala aber auch ein dickes Haar in der Suppe zu finden.

Dass sich die Gäste satte 28 Offensivrebounds am Hertener Brett schnappen konnten, fand der Coach alarmierend. „Zu viele! Das müssen wir in Zukunft viel besser machen.“ Am Sonntag zum Beispiel: Dann steigt um 18 Uhr das Spitzenspiel bei den ebenaflls noch ungeschlagenen RheinStars Köln.

Hertener Löwen: Pflüger 14/2 „Dreier“, Rojahn 3/1, Paskov 11,1, Albinovic 27/2, Fuhrmann 11/2, Strubich 13/3, Galiano 5, Weichsel 5, Smith 22

ETB Essen: Alexander 11/1, Westerhaus, Bolte 4, Hamad 4, Tauch 4, Möbes 10/2, Bakkali 21, Plescher 3, Beckmann, Isanza 8, Pobric 6/2

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