Kartsport

MSC Herten: Devin zeigt den Vettel-Finger

HERTEN - Räder quietschen, ein Motor heult auf, der Geruch von verbranntem Gummi liegt in der Luft. Auf dem Gelände der Zeche Ewald drehen kleine PS-Boliden ihre Runden. Der erste Lauf zur Westfalenmeisterschaft im Turnierkart ist in vollem Gange.

Und einer hält die Konkurrenz genauso in Schach wie Sebastian Vettel seine Formel 1-Kollegen am Wochenende in Melbourne. Devin Jürgensmeyer jagt über die Pflastersteine des Doncasterplatzes als gäbe es keinen Morgen.

Er dominiert seine Klasse 1 nach Belieben, siegt in allen Läufen mit Riesen-Abstand.

Der Nachwuchspilot vom ausrichtenden MSC Herten kann sich sogar in jedem Durchgang Fehler erlauben. Weil er am Ende mehr als 30 Sekunden Vorsprung auf seien Konkurrenten herausfährt.

Der MSC nutzt seinen Heimvorteil insgesamt gnadenlos aus. Neben Devinsmeyer siegen auch Luca Stanski und Manuel Kugel in ihren Klassen. Weitere Hertener Piloten folgen auf den Plätzen.

Auch die zeitgleich ausgerichteten Roller- und Fahrrad-Turniere werden von MSC-Aktiven bestimmt. Kay Kleinmann und Niklas Schmidt setzen sich hier unter anderem durch. Beim Fahrrad-Turnier ist Marc Seifert bei den Jungen nicht zu bezwingen. Michelle Philipp sichert sich den Sieg in der Klasse 3 der Mädchen.

Dennoch ist die Zwölfjährige nicht rundum glücklich. Sie würde auch gern in einem der Boliden sitzen. Doch seit einer Verletzung im Fuß musste sie sich vom Kartsport verabschieden. Und ging fortan mit dem Fahrrad und dem Roller an den Start.

„Das macht auch Spaß. Beim Fahrradfahren muss man konzentriert und geschickt sein. Das Rollerfahren ist für mich ein Ersatz für das Kartfahren“, erklärt sie. Und schaut wieder ein wenig neidisch hinüber zu den kleinen Flitzern, die sich durch den Slalom und die Spurengassen schlängeln.

Insgesamt 56 Fahrer zwischen 8 und 18 Jahren gehen an den Start, der MSC schickt 16 Aktive in Rennen. Für sie geht es darum, die abgesteckten Strecken schnell hinter sich zu bringen. Aber auch möglichst fehlerfrei, für jede Berührung gibt es Strafsekunden.

„Mit unserem Heimvorteil können unsere Fahrer die Strecken natürlich besser einschätzen“, erklärt MSC-Pressewart Kai Eisert, warum es im Hertener Lager bei diesem ersten Lauf zur Westfalenmeisterschaft am Ende einige Siege zu feiern gibt.

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