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Ein Hertener Gegenspieler stellt sich hier Lutz Hamann (re.) in den Weg.

Kreisliga A2

Nach 3:0-Sieg gegen den SC Herten haben die Teutonen nun drei Matchbälle

WALTROP - Nachdem die Teutonen in der Vorwoche beim 0:2 in Recklinghausen die dritte Saisonniederlage einstecken mussten, bangte Trainer Tim Braun im Vorfeld des Spiels gegen den SC Herten um die Souveränität seiner Truppe. Der gestrige 3:0 (1:0)-Erfolg seines Teams stimmte ihn da schon positiv.

Als durchsickerte, dass der Tabellenzweite Genclikspor mit 0:5 in Ahsen verloren hatte, heiterte sich seine Miene schon deutlich auf. Als dann noch klar war, dass sich Flaesheim und der FC 96 beim 1:1 auch gegenseitg die Punkte weggenommen hatten, strahlte er: „Das ist überragend“, freute er sich. Denn bei drei noch ausstehenden Spielen bedeutet das bei einem Vorsprung von sieben Punkten: Der Spitzenreiter hat nun drei Matchbälle. Hertens Trainer Sebastian Klandt, dessen Team als 14. auf dem ersten Nichtabstiegsplatz der Kreisliga A2 steht, hatte den Plan, beim Spitzenreiter tief zu stehen und lange die Null zu halten. Doch schon in der 10. Minute dann der erste Schreckmoment: Kapitän Patrick Gandyra verletzte sich ohne Fremdeinwirkung so schwer, dass er vor Schmerzen schrie. Auf der Tribüne hielten alle den Atem an. Die Kniescheibe war wohl herausgesprungen, sodass der Krankenwagen alarmiert wurde. Klandt befürchtete zudem, dass auch das Kreuzband etwas abbekommen hat. Nachdem dann auch noch Ammir Kammoun verletzt ausgewechselt werden musste (30.), war Hertens Plan hinfällig. Die engagierten, aber zunächst glücklos agierenden Teutonen benötigten letztlich eine Standardsituation, um in Fahrt zu kommen. Ali Caliskans Freistoß aus 28 Metern segelte an Freund und Feind vorbei ins Tor: 1:0 (35.). Niko Poslednik und Tobias Hopp versuchten es aus dem Spiel heraus, doch fehlte ihnen die letzte Konsequenz. In der Pause zeigte Braun Verständnis für eine gewisse körperliche und mentale Müdigkeit seines Teams. Er schaffte es aber zugleich, die letzten Reserven des Primus’, der seit 20 Spieltagen der Gejagte der Liga ist, herauszukitzeln. Noch energischer und mit einer besseren Präsenz meldeten sich die Herren in Weiß zurück. Allerdings dauerte es bis zur 68. Minute, ehe der erlösende Treffer zum 2:0 fiel. Die Gäste, die sich nur noch auf die Verteidigung konzentrierten, wurden schwindelig gespielt, als Felix Bramsel zunächst auf Sascha Adam passte, der wiederum auf den besser postierten Lutz Hamann legte, der mit ganzem Körpereinsatz samt Ball ins Tor rutschte. Und dann meldete sich auch Caliskan noch einmal zurück: Einen Freistoß setzte er zunächst an den Pfosten (72.), ehe er aus dem Spiel heraus auch noch das Lattenkreuz traf. Letztlich war es Hopp, der bei seinem Tor zum 3:0-Endstand freie Bahn hatte und von den Gegenspielern, die stehend k. o. waren, keine Gegenwehr mehr zu befürchten hatte (85.). Durch die Ergebnisse der Konkurrenz geht der Waltroper Tabellenführer nun mit sieben Punkten Vorsprung auf das Trio Genclikspor, Flaesheim und FC 96 in die letzten drei Spiele. Bereits kommende Woche kann der Bezirksliga-Absteiger der vergangenen Saison den direkten Wiederaufstieg beim TuS Henrichenburg perfekt machen. Die nächste Chance würde sich schon wenige Tage später bieten, wenn die Teutonen zu Hause GW Erkenschwick empfangen. Dieses Spiel wurde wegen der Hochzeit von Sven Beckmann auf Donnerstag, 16. Mai, vorgezogen.

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