Motorsport

Auf Vettels Spuren

HAGEN - Motorsport-Deutschland befindet sich im Freudentaumel, nachdem Sebastian Vettel jüngster Weltmeister der Formel 1 wurde. Auch Herten hat einen frisch gebackenen „Meister“. Max Grün sicherte sich mit vier souveränen Fahrten in Hagen den renommierten ADAC-Dunlop-Kart-Youngster-Cup.

In der „grünen Hölle” – wie die Strecke in Hagen gern genannt wird – gingen gleich drei Kart-Talente des MSC Herten zum Saisonfinale des Cups auf die Piste. Sogar der WDR war auf die Nachwuchs-Serie im Kart-Rennsport aufmerksam geworden und sendete mit zwei Ü-Wagen live aus Hagen.

Max Grün, Tim Eller und Kay Kleinmann störte das herzlich wenig. Sie hatten sich nach Hagen aufgemacht, um bei den Titel-Entscheidungen in der Klasse der World-Formula-Karts ein gehöriges Wörtchen mitzureden.

Im freien Training lief zunächst auch alles reibungslos. Dann aber flog der bis zu den Rennen in Hagen in der Serie führende Max Grün in einer schnellen Bergabschikane von der Piste und schlug hart in die Reifenstapel. Der Motor eines Karts vor ihm hatte Öl verloren, Grüns Bolide verlor die Bodenhaftung und war nicht mehr zu kontrollieren.

Der junge Hertener blieb zum Glück unverletzt, nur sein Kart hatte beim Aufprall mächtig gelitten. Nun stand viel Schraubarbeit auf dem Programm, doch bereits kurz vor Ende der Trainingseinheiten zeigte ein kurzer Check, dass alles wieder einwandfrei funktionierte.

Und so konnten Grün und seine beiden MSC-Kollegen das Qualifying angehen. Hier gelang Tim Eller der Sprung auf Platz vier, Max Grün wurde Siebter, Kay Kleinmann landete auf dem 18. Platz.

Als Siebter ging es für Max Grün nun darum, sich aus allen Rangeleien im Rennen herauszuhalten und alles dafür zu tun, das Ziel zur erreichen. Sein Vorsprung im Gesamt-Klassement war groß genug, um diese eher defensive Taktik einzuschlagen. Und die sollte am Ende auch den Titel bringen.

Das erste Rennen beendete Max Grün auf dem dritten Rang, im zweiten landete er auf dem vierten Platz. Für Tim Eller verlief das erste Rennen nicht ganz so gemütlich.

Kurz nach dem Start lag der Hertener noch auf dem zweiten Platz, wurde dann jedoch ziemlich unsanft weg gerempelt und kam so auf Platz vier ins Ziel. In Rennen zwei lief es dann besser, Tim Eller fuhr nach einem furiosen Lauf auf den zweiten Rang.

Kay Kleinmann gelang ein Riesen-Sprung nach vorne, er beendete Rennen eins auf Platz elf und wurde im zweiten Durchlauf sogar Achter.

Einen Tag später standen dann die Durchgänge drei und vier auf dem Programm. Nach guten Bedingungen am Vortag schüttete es jetzt allerdings aus Kübeln. Im Zeittraining landetet Kay Kleinmann auf dem siebten, Max Grün auf dem achten und Tim Eller auf dem neunten Rang.

Kay Kleinmann kam in den beiden abschließenden Rennen auf den Rängen neun und acht ins Ziel. Tim Eller landete auf den Plätzen zehn und elf.

Max Grün setzte seine Sicherheits-Fahrten vom Vortag fort – getreu der Devise der englischen Formel-1-Größe Ron Dennis: „To finish first, you first have to finish“ (Wenn du Erster werden möchtest, musst du erst einmal das Ziel erreichen). Und so reichten die Ränge vier und drei in den beiden Durchläufen, um am Ende den Cup in Händen zu halten.

Den Grundstein hatte Max Grün nämlich schon zuvor gelegt, der Hertener feierte in den ersten acht Rennen acht Siege. Nach einem Ausfall im neunten Rennen reichten ihm in Hagen so die vier „Sicherheits-Durchgänge“.

Tim Eller beendete seine erste Saison mit dem fünften Gesamtrang und Kay Kleinmann kam auf Rang elf.

Und übrigens: Sebastian Vettel begann seine Karriere ebenfalls in einem Kart.

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