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Kassierten zwei Heim-Niederlagen: Die Rollstuhl-Basketballer der Bertlicher Bulldogs, die vor der Partie eine 750-Euro-Spende von der Initiative Anti-Rost Herten Herten erhielten. Foto: Michael Steyski

Rollstuhl-Basketball

Bertlicher Bulldogs kassieren zwei Heimniederlagen

HERTEN - Mit zwei Niederlagen schlossen die Rollstuhl-Basketballer der Bertlicher BuIldogs den Heimspieltag in der Landesliga ab.

Bertlicher Bulldogs - HRB Essen 2 22:101 (7:20, 4:25, 0:33) 

Warum die Essener oben mitmischen, hat einen Namen: Markus Pungerca. Der Spielertrainer der Gäste – ein Ex-Zweitligaspieler – war einfach nicht zu stoppen. „Es war eine One-Man-Show. Obwohl wir klar unterlegen waren, spielte Pungerca durch und ließ behinderte Rollifahrer draußen“, sagt Bertlichs Co-Trainer Jürgen Jordan. Zur Info: Jedes Team darf zwei Fußgänger – also Nicht-Behinderte – einsetzen. Auf Hertener Seite waren dies Christoph Labudda und Kathrin Wolf.

Gegen das Essener Team kamen die Hausherren schlecht ins Spiel. Bei 0:9 nahm Jordan eine Auszeit. Kurz danach markierte Kathrin Wolf die umjubelten ersten zwei Punkte für die Bulldogs zum 2:9. Lisa Richter verwandelte noch einen Freiwurf zum 3:9. Dann zogen die Essener allerdings davon. Kurz vor dem Viertelende traf Richter noch zum 7:20 – Pause.

Mit einem 10:0-Lauf zogen die Gäste weiter davon, führten klar mit 41:13. Kurz vor dem Wechsel markierte Labudda das 15:41, mit der Pausen-Sirene erzielte Florian Sobotta mit einem Dreipunkte-Wurf das umjubelte 18:41.

Im dritten und vierten Durchgang lief nicht mehr viel zusammen. „Meine Mannschaft war nachher so frustriert, dass sie im letzten Viertel keinen Korb mehr warf“, sagt Jordan. Dieser durfte zahlreiche Zuschauer begrüßen. „Unter anderem waren Frau Spengler und Herr Müller von der Caritas Herten, der Inklusionsbeirat der Stadt Herten und die Initiative Anti-Rost Herten da“, sagt Jordan. Im zweiten Spiel des Tages unterlag Spitzenreiter RBC Köln 99ers 4 dem Essener Team mit 34:52.

Bertlicher Bulldogs:

Sebastian Lang, Daniel Baumgart, Stefan Raabe, Florian Sobotta, Christoph Labudda, Kathrin Wolf, Robert Wybranietz, Johannes Jungesblut, Lisa Richter, Julian Leber

Gegen den Ex-Spitzenreiter sah Jordan sein Team auf Augenhöhe. „Mit ein wenig mehr Wurf-Glück wäre ein Sieg möglich gewesen. Wir haben zwei Viertel für uns entschieden, ich bin stolz auf die Spieler“, sagt Jordan. Und ergänzt: „Mein Lob geht an die Mütter fürs tolle Büfett und an die Mädels der Hertener Löwen am Anschreibe-Tisch.“

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