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Ein Coach, der gerade viel Freizeit hat: Nach dem vorzeitigen Saisonende hätte Marvin Hansmann mögliche Neuzugänge des TuS Herten zum Probetraining gebeten.

Volleyball

Folgen der Zwangspause  - die Kader-Planungen liegen beim TuS Herten derzeit auf Eis

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Die Regionalliga-Volleyballerinnen des TuS  Herten haben Gewissheit: Die abgebrochene Saison beendet die Mannschaft von Marvin Hansmann auf Platz drei. Steigt sie damit in die Dritte Liga auf?

  • TuS Herten bewirbt sich im Drittliga-Aufstieg
  • Trainer Marvin Hansmann sieht nur geringe Chancen
  • Verstärkungen erforderlich, Probetraining nicht möglich

Sicher ist in der Regionalliga West: Spitzenreiter Bayer 04 Leverkusen II steigt in die Dritte Liga auf, das abgeschlagene Schlusslicht ASV Senden ab in die Oberliga. Darüber hinaus hat der Deutsche Volleyball-Verband beschlossen: Mannschaften, die Aufstieg oder Klassenerhalt rechnerisch noch hätten erreichen können, dürfen aufsteigen oder in der Liga verbleiben.  Voraussetzung: Die Soll-Stärken der Spielklassen werden nicht überschritten. 

Von dieser Möglichkeit macht der TuS Herten Gebrauch. Wie der Frauen-Regionalligist mitteilt, hat der Klub beim Verband „einen prophylaktischen Antrag“ auf Aufnahme in die Dritte Liga gestellt.  Rechnerisch hatte die Mannschaft von Trainer Martin Hansmann als Tabellendritter noch eine sportliche Chance auf den Aufstieg. Bei sechs Punkten Rückstand hinter Leverkusen allerdings nur eine kleine.

Soll-Stärke dürfte überschritten werden

13 Klubs aus dem Raum zwischen Bonn, Bremen und Hildesheim in Niedersachsen haben in der abgelaufenen Saison in der Dritte Liga West gespielt. Zieht man einen Aufsteiger und einen Absteiger ab, so dürfte die Klasse mit den Meistern der Regionalligen West und Nordwest oder dem West-Vizemeister die Soll-Stärke von 14 erreichen oder gar überschreiten. 

In dem Fall wäre kein Platz für den TuS Herten. „Derzeit gehen wir davon aus, dass wir weiter in der Regionalliga West spielen“, sagt Hansmann.  Für den Fall, dass in der Klasse aus welchen Gründen auch immer ein Platz frei würde, habe der TuS ein Signal setzen wollen. In Herten wären sie bereit, sich ins Abenteuer Dritte Liga zu stürzen. Allerdings: Die Personalplanung wird empfindlich ausgebremst – alle Räder stehen still. 

Neuzugänge müssen zum Projekt Herten passen

Dabei gäbe es gerade jetzt einige Hausaufgaben zu erledigen. Idealerweise bestehe der Kader aus 14 Spielerinnen, sagt Hansmann. Aktuell verfügt der TuS Herten nur über zehn. Mit Sandra Kowallek, Galina Pradtke, Nadja Bleichrot und Kathrin Kehm haben vier Stützen des Teams den Verein verlassen oder ihre Laufbahn beendet. 

Sobald das möglich ist, wolle man das Team zusammenrufen und mögliche Verstärkungen zum intensiven Probetraining bitten. Neuzugänge will man nicht allein aufgrund der sportlichen Expertise des Trainers verpflichten. „Beim TuS zu spielen ist eben mehr als baggern und einen Ball über eine Schnur pritschen“, erläutert Hansmann. „Wer hier spielt, muss schon zum Projekt Herten passen.“ Und das, so der Trainer, zeige sich am besten auf dem Feld.

Ins Sportjahr 2020 war das Hansmann-Teamerfolgreich gestartet.

Die  Hinrunde hatten die Hertener Volleyballerinnen auf dem zweiten Platz beendet.

So sah's zu Beginn der Saison 2019/20 aus.

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