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Maike Weishaupt und Nadine Waterhoff stellen den Block.

Volleyball

70 Prozent reichen nicht

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HERTEN - Es soll Trainer geben, die mit ihrer Mannschaft nach einer unerwarteten Pleite hart ins Gericht gehen. Marvin Hansmann, Trainer des TuS Herten, schultert das 2:3 gegen Grün-Weiß Paderborn allein.

Klipp und klar stellt der Übungsleiter des Frauen-Regionalligisten fest: „Die Niederlage muss ich auf meine Kappe nehmen.“ Und Hansmann liefert die Begründung gleich mit. „Die Einstellung der Mannschaft hat nicht gestimmt – leider wurde das von mir befeuert.“

Der 24-Jährige hatte vor dem Aufschlag forsch auf einen klaren Erfolg seines Teams getippt. Und lag damit gründlich schief. „Sonderlich professionell war das nicht“, so der Trainer. „Wir haben den Gegner unterschätzt und nicht auf unserem Niveau gespielt.“

Maximal 70 Prozent ihres Leistungsvermögens hätten die Hertenerinnen gegen Paderborn abgerufen. „Jetzt haben wir schmerzlich gelernt: Das reicht in der Regionalliga nicht“, so Hansmann.

Immerhin, vor der sportlichen Dienstreise zum TV Hörde an diesem Samstag kommt niemand in Herten auf die Idee, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen. Der Aufsteiger ist aktuell Tabellenzweiter.

„Einmal kann man zum Auftakt mal überraschen. Aber in den ersten drei Saisonspielen drei Siege einzufahren, acht Punkte zu holen, das ist schon ein Wort“, sagt Trainer Hansmann.

Auf der anderen Seite ist der TV Hörde damit der richtige Gegner, um die Pleite gegen Paderborn endgültig zu den Akten zu legen. Mit einem Erfolg in der Sporthalle des Phönix-Gymnasiums würde der TuS am TV Hörde vorbeiziehen und sich in der Spitzengruppe festsetzen.

Das klappe aber nur, „wenn wir eine andere Einstellung zeigen, sofort den Kampf annehmen und zu unserem Spiel zurückfinden“, sagt Marvin Hansmann. Verzichten muss der TuS Herten auf Joelle Pospiech und Gina Remmers.

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