Fahren den Trainings- und Spielbetrieb runter: Elfi Demirci (l.), Silke Althaus und die Regionalliga-Volleyballerinnen des TuS Herten.
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TuS-Frauen ziehen in der Regionalliga die Reißleine

  • Michael Steyski
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Der Beschluss steht: Nach einer Mannschaftssitzung zogen die Regionalliga-Volleyballerinnen des TuS Herten die Reißleine - und werden eine freiwillige Pause bis zum 22. November einlegen.

  • • TuS-Frauen fahren den Trainings- und Spielbetrieb herunter.
  • • Mannschaftssitzung dauert zwei Stunden.
  • • Am 22. November soll beim RC Borken-Hoxfeld II gespielt werden.

Die Entscheidung, den Sport herunter zu fahren, haben sich die Hertener Volleyballerinnen nicht leicht gemacht. Die Mannschaftssitzung dazu mit angeregten Diskussionen dauerte zwei Stunden. Alle anderen TuS-Mannschaften pausieren wegen der Corona-Pandemie bereits seit einigen Wochen, sowohl mit dem Training als auch Meisterschafts-Betrieb. Dagegen konnten die Hertener Regionalliga-Mädels unter diesen besonderen Umständen sowohl trainieren als auch spielen. Nun hat sich die Lage geändert.

Team #1 erreichte nach dem Montags-Training die Nachricht des Regionalliga-Ausschusses, dass die Spielzeit fortgesetzt würde. Jedoch könne jeder Verein Spiele, die in Risikogebieten stattfänden, absagen beziehungsweise verlegen. Diese Regelung gilt vorerst bis zum 22. November. Die Freude im Team war zunächst groß, regte jedoch auch zum Nachdenken an. Zuletzt mussten die Hertenerinnen vor leeren Rängen spielen, so auch beim 3:1 gegen den SC Union Lüdinghausen.

TuS macht von seinem „Vetorecht“ Gebrauch

Ist ein normaler Spielbetrieb derzeit vertretbar? Die TuS-Mädels setzten sich zusammen und diskutierten knapp zwei Stunden das Für und Wider einer Fortsetzung der Saison. Nach einem hochemotionalen Abend steht nun der Mannschaftsbeschluss fest: Unabhängig davon, was die Landesregierung bekanntgeben wird, macht Team #1 von seinem „Vetorecht“ Gebrauch und pausiert vorerst. Das gilt bis zur Partie beim RC Borken-Hoxfeld II, die am 22. November stattfinden soll.

„Wir haben bis zuletzt an neuen Konzepten bezüglich der Live-Übertragungen sowie der digitalen Verbindung von Fans und Verein gearbeitet. Leider können wir diese Ideen nun erstmal nicht umsetzen. Momentan gehen andere Sachen einfach vor, denn wir sind uns der gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Es war heute sehr emotional, aber ich denke, wir haben die beste Lösung für unser Umfeld und uns getroffen“, sagt TuS-Trainer Marvin Hansmann.

„Für uns alle ist Volleyball Herzenssport“

TuS-Kapitänin Julia Spiekermann sieht das ebenso: „Für uns alle ist Volleyball unser Herzenssport, der uns gerade in solchen Zeiten auch mental unterstützt hat. Umso schwerer fällt es, diesen jetzt für eine Zeit lang aufzugeben. Jede Spielerin hatte die Chance, für ihre Situation individuell zu entscheiden. Am Ende haben wir diesen Entschluss als Mannschaft getroffen.“

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