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Anita Völkel (3.v.l.) auf dem Siegerpodest: Sie gewann die Konkurrenz der B-Frauen zusammen mit der Schweizerin Esther Dübendorfer.

Zwei Goldmedaillen bei Doppel-WM im Racketlon

Anita Völkel ist die Beste

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HERTEN - Anita Völkel hat es geschafft: Nach ihrem WM-Titel im Einzel war die Racketlon-Spielerin aus Herten auch bei der Doppel-Weltmeisterschaft erfolgreich – sogar doppelt.

Anita Völkel setzte sich im belgischen Oudenaarde sowohl im Mixed-B-Doppel als auch im Damen-Doppel der Altersklasse 40 mit ihren jeweiligen Partnern durch. Im Racketlon müssen hintereinander Punkte in Tischtennis, Badminton, Squash und Tennis gesammelt werden, im vergangenen Jahr hatte Anita Völkel im Einzel in der Schweiz den Sieg in der Altersklasse 40+ gefeiert. Die Hertenerin ist vor allem froh, dass sie in Belgien schmerzfrei war. „Denn ich schlage mich schon seit einem Jahr mit einem Tennisarm herum“, sagt sie. „Bei der WM im letzten Jahr habe ich nur unter starken Schmerzen spielen können.“

Tischtennis in Castrop, Tennis in Buer

Völkel ist im Tennis und im Tischtennis auch im Meisterschaftsbetrieb unterwegs: Tischtennis spielt sie für den Post SV Castrop-Rauxel, Tennis beim TC Buer. Und vor sechs Jahren kam dann noch Racketlon dazu. „Ein Bekannter vom Tischtennis wusste, dass ich auch Tennis spiele und hat mich gefragt, ob ich nicht einmal Lust darauf hätte“, sagt die 43-Jährige mit Blick auf ihre Anfänge.

Und Anita Völkel hatte Lust, schloss sich auch dem Bundesligateam aus Köln an. Ob sie in der kommenden Rückrunde dort spielt, sei aber nicht klar. „Darüber haben wir noch nicht gesprochen“, sagt sie. „In der Hinrunde habe ich wegen meiner Verletzung nicht gespielt.“ Mitte September geht es wieder um Bundesliga-Punkte.

Aushängeschild der stärksten Nation

Aber zurück nach Oudenaarde, zurück zur Doppel-WM: Da schlug Anita Völkel wie erwähnt gleich doppelt zu und schwang sich damit zur erfolgreichsten Athletin der erfolgreichsten Nation – Deutschland – auf. Im Finale der B-Frauen behielt sie zusammen mit der Schweizerin Esther Dübendorfer die Oberhand gegen das deutsche Duo Maxi Karg und Beatrice Dommasch. Im Mixed der A-Klassen gewann sie an der Seite ihres Kölner Teamkameraden Jörg Kanonenberg. Im Damendoppel der Altersklasse 40 hatte Anita Völkel nicht ganz so viel Glück, dort blieb ihr und Partnerin Carola von Heimburg aber immerhin mit Platz drei noch ein Medaillenrang. „Aber die beiden Titel überstrahlen das“, sagt sie. „Mit zwei Goldmedaillen habe ich nicht gerechnet, aber bei mir hat alles geklappt und auch meine Partner waren gut, auch wenn es knappe Spiele gab.“

Wenn der Tennisarm Ruhe gibt, bereitet sich Anita Völkel bald schon auf das nächste Großereignis im Racketlon vor: Im Herbst findet die nächste Einzel-WM statt.

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