Jugendfußball
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Einer hat den Ball, die anderen schauen zu: Bei den Minis (G-Junioren) sieht man es häufig, dass nicht alle Spieler auch richtig am Spiel teilnehmen. Mit einem neuen Konzept will der DFB das ändern.

Fußball

Wann kommt „Funino“? - das steckt hinter den neuen Regeln für den Jugendfußball

  • vonOlaf Nehls
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Bald soll alles irgendwie kleiner werden, damit kleine Fußballer möglichst großen Spaß haben am Spiel mit dem runden Leder.

Die Idee ist klar: Kleinere Teams spielen im Zwei-gegen-Zwei bis maximal Fünf-gegen-Fünf auf kleinen Feldern auf zwei oder sogar vier Mini-Tore ohne Torhüter. Mehr Ballaktionen für alle erhofft man sich so. Der Fußball für die Altersklassen U6 bis U11 soll sich grundlegend verändern. So viel steht fest. Auch im Kreis will man mitmachen, wie Dominik Lasarz (Datteln) versichert. „Corona hat uns aber um ein Jahr zurückgeworfen“, sagt der Vorsitzende des Kreis-Jugendausschusses (VKJA).

Schon in der Saison 19/20 hatte der Kreis zwei sogenante „Funino-Turniere“ organisiert, bei denen nach den neuen Regeln gespielt wurde. In diesem Jahr sollte der nächste Schritt folgen. „An dem Wochenende vor den Sommerferien hatten wir einen Workshop für die Vereine mit Verbandssportlehrern des FLVW organisiert. Dort sollte auch Thomas Synowczik referieren, der im Kreis als Koordinator für die Talentsichtung und Talentförderung zuständig ist und als DFB-Stützpunkttrainer arbeitet“, sagt Lasarz. Das Interesse in den 85 Kreis-Vereinen an dem Thema ist offenbar groß. Über 100 Anmeldungen lagen für die Veranstaltung vor, die auf der Sportanlage des FC Marl stattfinden sollte.

Workshop erst im nächsten Jahr

Doch wegen Corona musste der Workshop abgesagt und aufs nächste Jahr verschoben werden. „Das sollte für uns eigentlich der Startschuss sein, um die neuen Regeln nach und nach umzusetzen. Wir wollen die Vereine schließlich im Dialog mitnehmen und nicht einfach nur etwas vorgeben“, sagt Lasarz. Zumal es bei der Umsetzung viele organisatorische Hürden gebe, so der „VKJA“.

Fest steht, dass der Kreis das vom DFB erarbeitete Konzept nicht eins zu eins umsetzen will. Bei den E-Junioren (U10/U11) soll zunächst alles so bleiben wie bisher. „Es macht keinen Sinn, in der E-Jugend noch auf Minitore im Drei-gegen-Drei zu spielen, wenn die Kinder ein Jahr später in der D-Jugend in großen Mannschaften mit Abseits auf Tore mit Torhütern spielen sollen.“

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