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Bertlicher Markenzeichen: Die Straßenläufe, die seit 1984 ausgetragen werden, haben die Leichtathletikabteilung über die Region hinaus bekannt gemacht. Hier ein Startschuss im Herbst 2019.

Laufsport

Eine Institution - nicht nur in Bertlich

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Sie hätten an diesem Freitag allen Grund, an diesem Freitag das Glas auf ihren Klub zu erheben, die Leichtathleten von SuS Bertlich. Auf den Tag genau vor 50 Jahren wurde die Abteilung gegründet.

  • SuS Bertlich: Die Leichtathletikabteilung wird 50.
  • Straßenläufe machen den Verein weit über die Grenzen bekannt.
  • Gefeiert wierden soll im Herbst - wenn Corona dies zulässt.

So ist das in diesenCorona-Zeiten: Das Virus verdirbt auch die schönsten Gelegenheiten zu feiern. Ohnehin hatte die Leichtathletikabteilung erst für den 3. Oktober ein Fest geplant. 

Ein Fest, an dem Sportler, Freunde des SuS und Eltern der jungen Athleten auf dem Sportplatz an der Heinrich-Obenhaus-Straße in Bewegung sein werden, wie Bodo Ladwig, der Vorsitzende, ankündigt. „Hoffentlich hat sich die Lage dann so entspannt, dass wir abends noch gemütlich zusammensitzen können.“ Um auf 50 ereignisreiche und erfolgreiche Jahre zurückzublicken. 

Dass sich viele Erinnerungen um die Bertlicher Straßenläufe drehen, versteht sich. Es ist dieses Laufsportereignis, drei Mal im Jahr ausgetragen, das den Verein bekannt gemacht hat. In der Region, in Westfalen, sogar deutschlandweit. 

Die richtige Idee zum richtigen Zeitpunkt

„Da hatte Karl-Heinz Rode zum richtigen Zeitpunkt die richtige Idee“, sagt Ladwig über den verstorbenen Initiator der Straßenläufe. Den „Löwenparklauf“ in Westerholt holte Rode in den 80er-Jahren ins Dorf Bertlich und etablierte die Straßenläufe. Seit 1984 wurden hier Westfalenmeister, Westdeutsche Meister, ja sogar Deutsche Meister gekürt, dazu viele Kreis- und Bezirksmeister. 

Zwischen 850 Metern für die ganz kleinen Sportler über die Kilometerdistanzen vom „Fünfer“ bis hin zum Marathon findet sich für alle Läufer und Ansprüche ein Angebot. Die Meldung erfolgt ganz einfach vor Ort. Wer pünktlich kommt, heftet sich die Startnummer ans Trikot und läuft zum Start. 

Die Teilnehmerzahlen – in den vergangenen Jahren waren immer wieder mehr als 1000 Läuferinnen und Läufer am Start – zeigen: Die Idee funktioniert auch nach 109 Auflagen noch immer. Auch wenn SuS Bertlich zuletzt einiges Pech hatte. 

Mieses Wetter in 2019, die Absage wegen Sturmtief Victoria im Februar, nun Corona: Hinter dem nächsten Termin am 27. September steht ein Fragezeichen. „Wenn wir wieder absagen müssten, wäre das katastrophal“, sagt Bodo Ladwig. Es sind die Straßenläufe, mit denen die Abteilung das Geld für die Nachwuchsarbeit erwirtschaftet.

Mehr als 600 Mitglieder

Der SuS hat immer wieder bemerkenswerte Athleten hervorgebracht – zuletzt den im Winter zum TV Gladbeck abgewanderten Marcel Reiff, der 2019 in der Altersklasse U14 Kreis- und Westfalenrekorde in Serie aufgestellt hat. Reiff ist Marler, tief verwurzelt ist die Leichtathletikabteilung aber vor allem im Hertener Ortsteil. „Fast jeder in Bertlich verbindet etwas mit dem Verein“, sagt Bodo Ladwig. 

Mehr als 600 Mitglieder, mehr als 40 Prozent davon Kindern und Jugendliche, hat allein die Leichtathletikabteilung. Sie ist damit eine der größten im Kreis. Das wird auch nach der Corona-Krise so sein. „Neue Mitglieder kommen in diesen Zeiten nicht dazu“, so Ladwig. „Wichtig ist, dass die, die da sind, dem Verein die Treue halten.“ Das ist bislang der Fall, obwohl die Abteilung – wie alle im Land – seit März wenig anzubieten hatte. „Dafür müssen wir den Mitgliedern Dank sagen.“

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