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Laufduell: Sinsens Abwehrmann Paul Wilhelm (r.) im Zweikampf mit Xhino Kadiu, bester Torjäger der Westfalenliga 2.

Letzter Spieltag der Westfalenliga 2

Sinsen gewinnt in Wiemelhausen 4:2

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BOCHUM/MARL - Nach turbulenten Tagen rafft sich der TuS 05 Sinsen noch einmal zu einer starken Leistung auf. Der Westfalenligist gewinnt bei Concordia Wiemelhausen verdient mit 4:2.

Dass beim TuS 05, wie manche Experten raunen, der so oft zitierte Baum brenne, davon war im Stadion an der Glücksburger Straße in Bochum nicht viel zu sehen. Von Unstimmigkeiten zwischen Team und Trainer ebenso wenig. Im Gegenteil: Sinsen spielte in Wiemelhausen in einem flotten Westfalenliga-Spiel streckenweise wie in den besten Tagen dieser Saison.

Nur einmal mussten die Gäste sich kräftig schütteln: Als Gianluca Silberbach Concordia in der 15. Minute mit dem ersten Torschuss in Führung brachte. Da hätte es leicht und locker schon 2:0 für Sinsen stehen können. Dominik Grams, Marius Speker oder Johannes Engel vergaben passable oder sogar vorzügliche Chancen. „Die Mannschaft hat sich davon aber nicht umhauen lassen – sie hat einfach einen Gang höher geschaltet“, lobte Trainer Toni Kotziampassis seine Elf. Das zahlte sich aus.

Marius Speker mit einem Doppelpack

In der 38. Minute drückte Marius Speker den Ball zum 1:1 über die Linie. Der Treffer war von Olcay Yilmaz und Johannes Engel glänzend herausgespielt. Nur zwei Minuten langte Speker erneut hin.

Olcay Yilmaz und Said Dahoud führten ein Eckball kurz aus – Yilmaz brachte den Ball hoch an den „Fünfer“, wo sich der Sinsener Angreifer ganz lang machte und zum 1:2 einköpfte (40.).

Die Anfangsphase der zweiten Hälfte gehörte Gastgeber Wiemelhausen, das die Partie keinesfalls herschenken wollte. Ein paar Mal brannte es auch lichterloh im Sinsener „16er“. Nicht überraschend, Sinsen muss ohne sein eingespieltes Innenverteidiger-Duo auskommen. Abwehrchef Timo Koschollek hat seinen Rücktritt erklärt, Tugay Tekin ist angeschlagen.

Dahouds starker Auftritt bringt das 1:3 für Sinsen

Aber nach zehn Minuten bekamen die Gäste das Spiel wieder in den Griff und attackierten nun selbst wieder. So wie in der 67. Minute, als Said Dahoud den Ball in der eigenen Hälfte eroberte, den Turbo zündete und nach einem passgenauen Zusammenspiel mit Johannes Engel zum 1:3 vollendete. Prädikat: besonders sehenswert.

Zwei Minuten später die Vorentscheidung: Diesmal spielten die umtriebigen Engel und Speker Wiemelhausens Abwehr aus, Olcay Yilmaz schoss zum 1:4 ein (69.).

Das Spiel blieb auch danach unterhaltsam. Nicht nur weil der Herner Schiedsrichter Thomas Endberg und seine Assistenten auf beiden Seiten ein paar fragwürdige Entscheidungen trafen. Und je länger die Partie dauerte, desto kurioser wurde es.

Wiemelhausen steckt nie auf

Auch weil Concordia Wiemelhausen nie aufstecke und viel tat, um das Ergebnis zu korrigieren. Mehr als das 2:4, das Henning Wartala in der 83. Minute erzielte, sprang für den Tabellensiebten nicht dabei heraus. Auf der anderen Seite hatte der TuS 05 noch drei, vier dicke Gelegenheiten zu erhöhen.

Toni Kotziampassis nahm es seiner Elf nicht krumm, mit dem Spiel konnte der Trainer leben. Auch dass die SG Finnentrop/Bamenohl beim FC Iserlohn in der 89. Minute zum 1:2 traf und Sinsen die Vizemeisterschaft raubte, verdarb ihm nicht die Laune: „Ich bin trotzdem stolz auf das, was die junge Truppe geleistet hat.“ Das beste Ergebnis der Klubgeschichte ist es ohnehin.

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