Linn Hartel vom TSC Recklinghausen
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Linn Hartel vom TSC Recklinghausen feiert nicht nur als Aktive zahlreiche Erfolge. Die Oer-Erkenschwickerin engagiert sich unter anderem auch als Trainerin.

Ehrenamt gefördert

Zwei jungen Sportlerinnen aus dem Kreis erhalten ein „Stipendium für junges Ehrenamt“ der Sportjugend NRW

  • Jochen Börger
    vonJochen Börger
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Wer von Kindesbeinen an nicht nur den aktiven Sport, sondern auch das Drumherum einer Arbeit in einem Verein miterlebt, der weiß schnell, was der Begriff „Ehrenamt“ bedeutet. Ein bisschen finanzieller Lohn ist da nur mehr als gerecht.

Nun sind Linn Hartel (18) und Louisa Kaprolat (24) wahrlich keine Zeitgenossen, die sich in ihren Sportvereinen aus finanziellen Gründen engagieren würden. Im Gegenteil, bei beiden ist seit vielen Jahren Eigeninitiative, gepaart mit einem familiären Umfeld, welches das Thema Sport geradezu lebt, die Antriebsfeder. Belohnt werden beide jetzt mit dem „Stipendium für junges Ehrenamt“ der Sportjugend NRW des Landessportbundes. 30 Bewerber im Alter von 17 bis 25 Jahren wurden ausgewählt. Ein Jahr lang gibt es monatlich 200 Euro, um die freiwillige und zeitintensive Vereinsarbeit anzuerkennen.

Berufswunsch: Sportjournalistin

Linn Hartel ist für jenes Engagement ein gutes Beispiel. Als sie gerade einmal drei Jahre ist, entdeckt die Oer-Erkenschwickerin schon den Sport. Rollkunstlauf und Tanzen, zunächst funktioniert irgendwie beides. Dass sie sich nur kurze Zeit später auf das Tanzen konzentriert, liegt aber auf der Hand. Denn ihre Mutter Claudia Laser-Hartel ist nicht nur erste Vorsitzende des Tanzsportclubs (TSC) Recklinghausen, sondern unter anderem auch Internationale Wertungsrichterin des Deutschen Tanzsportverbandes. So etwas kann nachfolgende Generationen prägen – bei Familie Hartel auf jeden Fall. Und so geschah es einst während der Europameisterschaft in Prag, dass die Mutter kurzerhand, obwohl gar nicht vorgesehen, als Wertungsrichterin einsprang und die Tochter zum Teamkapitän wurde, was eigentlich Mutters Aufgabe war. Die Trainer-C-Lizenz hat Linn Hartel inzwischen ebenfalls erworben. Ihr beruflicher Weg scheint sowieso in Richtung Sport vorgezeichnet. Nach dem Abitur ein Sportjournalismus-Studium, das ist das große Ziel. Und wer weiß, ob nicht eines Tages die Tochter der Mutter auf dem TSC-Chefsessel folgt. „Mal abwarten, wohin es mich verschlägt. Aber auszuschließen ist nichts“, lacht die 18-Jährige.

Ansprechpartnerin für den Nachwuchs

Ohne Menschen wie Louisa Kaprolat würde auch ein Großverein wie Citybasket Recklinghausen nur schwierig funktionieren. Die angehende Grundschul-Lehrerin ist ein Garant für kontinuierliche ehrenamtliche Arbeit. Als Koordinatorin für den weiblichen Jugendbereich ist die gebürtige Recklinghäuserin, die 2014 am Marie-Curie-Gymnasium ihr Abitur baute, Ansprechpartnerin für den Nachwuchs. Und in Zeiten der Corona-Pandemie ist es umso wichtiger, dass der Kontakt zu den Jugendlichen erhalten bleibt. Louisa Kaprolat koordiniert auch das und ist mit der Resonanz zufrieden. „Dass wir so gut wie keine Abmeldungen haben, ist natürlich ebenfalls wichtig.“ Als der Landessportbund nun jüngst die Stipendiaten-Ausschreibung veröffentlichte, kam aber nicht nur sie selbst auf die Idee einer Bewerbung. Nahezu zeitgleich bekam auch Citybasket-Vorsitzende Inga Bielefeld Wind von der Initiative und schlug die Studentin vor – samt eines ausführlichen Empfehlungsschreibens. Der Einsatz hat sich jedenfalls gelohnt.

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