Die American Footballer der Recklinghausen Chargers messen sich im Stadion Hohenhorst mit dem Gegner aus Siegen.
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Sie dürfen wieder ran: Die American Footballer der Recklinghausen Chargers profitieren von den Lockerungen in der Corona-Schutzverordnung. Einen Liga-Spielbetrieb wird es in diesem Jahr aber keinen mehr geben.

Corona-Bestimmungen

Mehr Zuschauer in den Hallen und Plätzen möglich - diese Sportarten profitieren, diese nicht

  • Olaf Krimpmann
    vonOlaf Krimpmann
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Die Lockerungen der NRW-Coronaschutzverordnung sollen auch dem Amateursport helfen. Das ändert sich vor Ort - und das bleibt.

• Kontaktsport ist ab sofort auch mit mehr als 30 Aktiven möglich, Die Zuschauerobergrenze von 300 bei Sportveranstaltungen fällt – wo es räumlich und organisatorisch möglich ist.

• Familien können bis zu einer Zahl von zehn Personen nebeneinander sitzen. Die Hygiene- und Abstandsregeln (1,5 Meter) auf Tribünen und in den Kabinen sind ansonsten grundsätzlich einzuhalten.

• Sportfeste bleiben weiter untersagt. Die Verordnung ist zunächst gültig bis 30. 9.

American Football: Hier gibt es ein großes Aufatmen. Footballer waren bis jetzt vom Spielbetrieb völlig ausgeschlossen, da sich im Wettbewerb bislang nicht mehr als 30 Spieler in einem Kontaktsport gegenüber stehen durften. Diese Zahl ist nun gefallen. „Ich gehe davon aus, dass wenn nicht an diesem, dann doch am nächsten Wochenende es Testspiele geben wird“, sagt Peter Springwald, Präsident des American Football- und Cheerleader-Verbandes NRW mit Sitz in Marl. Einen Liga-Betrieb wird es in diesem Jahr aber keinen mehr geben. „Wir sind glücklich mit den Änderungen“, so Springwald, „aber wir müssen unseren Vereinen natürlich auch immer aufzeigen, wo die Fallstricke liegen: Hygiene- und Abstandsregeln sind weiter strikt zu beachten.“

120 Zuschauer beim Volleyball, 100 beim Handball - mehr geben die Halle nicht her

Volleyball: Mehr Aktive auf dem Spielfeld – mehr Zuschauer auf den Plätzen und in den Hallen, wo dies möglich ist: Liest sich gut, die Lockerungen bringen aber nicht wirklich jedem Amateurverein etwas. Für die Regionalliga-Volleyballerinnen des TuS Herten ändert sich nichts. Am Sonntag (20. September) im Heimspiel gegen den SV Wachtberg sind in der Knappenhalle nur 120 Zuschauer zugelassen. Peter Hempel, Vorsitzender des TuS Herten: „Für uns ändert sich auch durch die neuen Bestimmungen nix. Wir bleiben bei unserem Konzept und lassen weiter auch nur den rein, der sich im Vorfeld bei uns registriert hat.“

So regeln die Volleyballerinnen von TuS Herten den Einlass.

Handball: Auch die Handballerinnen der PSV Recklinghausen werden in der 3. Liga vor nur gut 100 Zuschauern spielen können. „Mehr gibt die Halle wegen der Abstandsregeln nicht her“, so Lutz Cebulla, Coronabeauftragter der Handballabteilung. In Derbys etwa gegen ASC Dortmund hatte die PSV stets mehr als 300 Zuschauer in der Halle Nord, die sind weiter nicht möglich. Gedanken macht sich der Verein, wie er die Tickets für Heimspiele verteilen wird. Cebulla: „Wir unterliegen ja mit den 1. Damen auch den Regeln des Deutschen Handball Bundes. Das heißt, dass wir von den 100 Karten 25 für die Gastmannschaft reservieren müssen.“

Für Fußballer sind mehr als 300 Zuschauer „nicht das Problem“

Fußball: Etwa anders sieht die Sache bei den Fußballern aus: Dass nun mehr als 300 Zuschauer bei Spielen erlaubt sind, findet Zustimmung, etwa bei der Spvgg. Erkenschwick. „Das ist zunächst zu begrüßen, wobei sich so viel nicht ändert. Unser Hygienekonzept steht, wir verfügen dazu über ein schönes und großes Stadion, da ist das Ganze nicht das Problem“, sagt Robert Mazurek. Der 2. Vorsitzende war an der Entwicklung des Hygienekonzepts des Vereins maßgeblich beteiligt.

Basketball: Für die Heimspiele in der 1. Regionalliga hofft Citybasket Recklinghausen, dass bis zu 450 Zuschauer möglich sind. Ein entsprechendes Konzept hat der Verein erarbeitet, wie die Vorsitzende Inga Bielefeld sagt. Das liege jetzt beim Kreis. Die Vestische Arena am Ossenbergweg ist eine Sportstätte, die in der Verwaltung des Kreises liegt. Die moderne Fünffach-Sporthalle gebe so viel her, selbst wenn alle Abstandsregelungen eingehalten würden, erläutert Bielefeld im Gespräch. Der Verein plant für Heimspiele ein Online-Ticketing, über das dann auch feste Sitzplatznummern vergeben werden.

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