Schwimmer Marius Kusch aus Datteln wird Profi in den USA.
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Schwimmer Marius Kusch aus Datteln wird Profi in den USA.

Schwimmen

Dattelner Schwimmer Marius Kusch unterschreibt Profivertrag in den USA

  • vonOlaf Nehls
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Schwimm-Ass Marius Kusch kann mit seinem Sport jetzt richtig viel Geld verdienen. Der Dattelner startet in einer Profi-Liga. Dem Weltverband Fina ist das ein Dorn im Auge.

Der 26-jährige gebürtige Dattelner, der mit seiner Lebensgefährtin Kathleen Baker, Weltrekordlerin über 100 Meter Rücken, mittlerweile in San Diego (Kalifornien) lebt und trainiert, ist einer von sieben deutschen Schwimmern in der International Swimming League ISL. Das ist eine Art Champions League für Schwimmer, die im Oktober an den Start gehen wird. Konstantin Grigorischin, ukrainischer Milliardär und offenbar ein absoluter Schwimm-Fan, hat die Profi-Liga im Schwimmsport gegründet. Im Herbst geht’s los. Und es gibt für die Sportler auch einiges zu verdienen.

Die 200 besten Schwimmer der Welt 

Olympiasieger, Welt- und Europameister und natürlich die aktuellen Weltrekordler sind dabei – und eben auch der Dattelner Marius Kusch. In der International Swimming League, kurz ISL, tummelt sich alles, was im Schwimmsport Rang und Namen hat. Die 200 besten Schwimmer der Welt (mit Ausnahme der asiatischen Athleten), sieben davon aus Deutschland, kämpfen in vier europäischen und vier amerikanischen Teams von Oktober an in sechs Hauptwettkämpfen gegeneinander um Punkte und Siege. Die vier besten Mannschaften treffen sich zum finalen Spektakel im Dezember in Las Vegas – mit großer Show und Pay-TV-Übertragung. 

Kumpel Marco Koch ist Teamkollege

Kusch startet für das Team „New York Breakers“. Weil dort mit dem Ex-Weltmeister Marco Koch ein weiterer Deutscher schwimmt, mit dem sich der gebürtige Dattelner gut versteht. Und weil auch Michael Andrew zum Team gehört, mit dem er befreundet ist. Vier weitere Teams wollten den 26-jährigen Modellathleten aus Deutschland ebenfalls unter Vertrag nehmen. In der Champions League des Schwimmens sollen dem Vernehmen nach bei der ersten Auflage 2019 insgesamt 5 Millionen Dollar sowie 10 000 Dollar Antrittsgeld pro Sportler ausgeschüttet werden. Wie viel jeder Schwimmer am Ende tatsächlich verdient, hängt auch davon ab, wie oft er eingesetzt wird. Marius Kusch, der Anfang Juli mit dem DSV ins Trainingslager nach Japan fliegt, um sich auf die WM in Südkorea (12. bis 28. Juli) vorzubereiten, ist damit in der Weltspitze angekommen. Und der 1,91 Meter große Hüne mit der Spannweite von über zwei Metern hat ernsthafte Ambitionen, internationale Medaillen bei Großereignissen wie Welt- und Europameisterschaften oder bei Olympia in Tokio 2020 für Deutschland zu gewinnen.

Spätestens jetzt hat für Marius Kusch hat ein neuer Lebensabschnitt begonnen.

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