+
Nehmen in Marl Kurs auf die Deutsche Meisterschaft: Sandra Ferger (M.) und Christine Aulenbrock sind auf dem Creiler Platz nicht zu stoppen.

Beachvolleyball

Fokussiert im Marler Sand

MARL - Fast auf die Minute genau neun Stunden nach dem ersten Ballwechsel nutzten Christine Aulenbrock und Sandra Ferger den ersten Matchball zum Finalsieg im Sparkasse Vest Cup für Damen auf dem Creiler Platz in Marl. Am Tag der Arbeit hatte das Duo vom VfL Oythe mit fünf 2:0-Erfolgen eine lupenreine Bilanz vorzuweisen.

Die amtierenden Westdeutschen Meister freuten sich über den gelungenen Saisonstart: „Wir haben gesehen, dass wir weiter sind als andere Teams“, erklärte Sandra Ferger, die in der Halle für den VC Allbau Essen spielt. Partnerin Christina Aulenbrock lobte „die Harmonie und die Steigerung im Zuspiel“. Zwei Ziele haben sich die beiden für die Beach-Saison gesetzt: „Wir möchten bei den Deutschen Meisterschaften ins Viertelfinale kommen und bei einem internationalen Turnier mitspielen.“ Dass die Volleyball-Fans zwischen Rathaus und Marler Stern am ersten Turniertag noch relativ zurückhaltend waren, hatten die Gewinnerinnen gar nicht so richtig mitbekommen: „Wir sind sehr auf unsere Spiele fokussiert gewesen und haben fast alles andere ausgeblendet.“ Im Endspiel (21:13, 21:10) hatten Aulenbrock/Ferger den beiden Kölnerinnen Melanie Preußer und Silke Schrieverhoff klar beherrscht. Beide Sätze verliefen ähnlich: Zu Beginn begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe, ehe dem Team aus dem Rheinland jeweils die Luft ausging. Die beiden Siegerinnen profitierten von der zunehmenden Fehlerquote ihrer Kontrahentinnen. Favoritinnen scheitern im Viertelfinale Während Preußer/Schrieverhoff nach längerer Beachpause als Neunte der Setzliste mit dem Einzug ins Finale die Erwartungen übertrafen, kamen die topgesetzten Stefanie Hüttermann und Anna Hoja (DJK TuSa Düsseldorf) nicht unter die besten Vier. Im Viertelfinale unterlagen die Titelverteidigerinnen des Marler Turniers in einem packenden Match Constanze Bieneck und Antonia Stautz (BBSC Berlin / SC Potsdam) 12:15 und 16:18. Möglicherweise hatte der Sieg zu viel Kraft gekostet: Im Halbfinale unterlagen Bieneck/Stautz dann Aulenbrock/Ferger klar mit 14:21/9:21. Die Verliererinnen zeigten Moral. Im Spiel um Platz drei rang das Duo Sarah Schulz und Julia Hoffmann (Stuttgart) in zwei Sätzen mit 21:13 und 21:15 nieder. Obwohl es auf der Tribüne den ganzen Tag über freie Plätze gab, waren die Ausrichter des Sparkasse Vest Premium Cup am Mittwochabend zufrieden. Nachdem es vormittags noch ungemütlich kalt war, kletterte das Thermometer zu den Finalspielen auf knapp 20 Grad. Franz Ovelhey von Beach & Volley Marl kündigte für das Herrenturnier am Sonntag denselben Modus an. WVV-Spielleiter Andreas Elbers freute sich über das sehr ordentliche sportliche Niveau der Damenkonkurrenz. Er übernahm auch die Moderation, die am Sonntag wieder von Michael Reschke beigesteuert wird.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Langes Warten auf den Prozess für den mutmaßlichen Totschläger von der Hohenzollernstraße
Langes Warten auf den Prozess für den mutmaßlichen Totschläger von der Hohenzollernstraße
Vier junge Männer schlagen und treten 25-Jährigen in Dorsten krankenhausreif
Vier junge Männer schlagen und treten 25-Jährigen in Dorsten krankenhausreif
Im Topspiel kassiert der 1. FFC Recklinghausen eine bittere Packung
Im Topspiel kassiert der 1. FFC Recklinghausen eine bittere Packung
Abendlicher Unfall auf der Autobahn 43 bei Marl-Sinsen - das ist passiert
Abendlicher Unfall auf der Autobahn 43 bei Marl-Sinsen - das ist passiert
Straßensperrung sorgt für lange Staus und jede Menge Autofahrer-Frust
Straßensperrung sorgt für lange Staus und jede Menge Autofahrer-Frust

Kommentare