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Endlich am Ball: Nusret Miyanyedi hat seinen Anteil am Aufschwung beim TuS 05 Sinsen

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Lange hat Nusret Miyanyedi zuschauen müssen. Seit dem 1. November ist der 19-Jährige endlich für den TuS 05 Sinsen spielberechtigt. Auf fem Platz ist der Gladbecker sofort eingeschlagen.

  • Sechs Punkte, 8:1 Tor: Der TuS 05 Sinsen hat in der Westfalenliga die Wende geschafft.
  • Großen Anteil daran hat Mittelfeldspieler Nusret Miyanyedi.
  • Der 19-jährige Gladbecker war seit dem Sommer im Wartestand - zwangsweise.

Toni Kotziampassis gerät fast ins Schwärmen. „Ein toller Fußballer“, sagt der Trainer von Westfalenligist TuS 05 Sinsen über seinen Mittelfeldspieler Nusret Miyanyedi. „Einer, der immer in Bewegung ist. Der nach hinten arbeitet und vorn das Tempo anziehen kann. Nusret tut unserem Offensivspiel richtig gut.“ 

Die Zahlen scheinen ihn zu bestätigen. Zweimal ist der 19-Jährige jetzt im offensiven Mittelfeld des TuS 05 Sinsen aufgelaufen. Der Klub holte sechs Punkte und erzielte 8:1 Tore. 

Miyanyedi kommentiert seinen Beitrag bescheiden. „Das Spiel in Neheim lief ganz gut. Aber am Sonntag war ich mit meiner Leistung persönlich nicht so zufrieden“, sagt er mit Blick auf das 5:0 gegen YEG Hassel. „Nicht helfen zu können, ist hart.“ 

Sperre bis zum 1. November

Am wichtigsten für den 19-Jährigen ist derzeit ohnehin, dass er endlich im Seniorenfußball angekommen ist. Als der Gladbecker im vergangenen Sommer aus der U19 des KFC Uerdingen zum TuS 05 Sinsen wechselte, wurde eine Ablöse fällig – die Sinsen nicht zahlen wollte. Damit blieb Miyanyedi bis zum 1. November gesperrt. 

Keine einfache Zeit. Vor allem in den Wochen, in denen es nicht lief. Sieben Niederlagen kassierte der TuS 05 bekanntlich in Serie. „Mit der Mannschaft trainieren, dann aber am Sonntag nicht helfen können, das ist hart.“ 

Abgehakt – Miyanyedi ist wie ein Neuzugang im Herbst und auf Anhieb ein Faktor im Sinsener Offensivspiel geworden. Dass er gegen YEG Hassel erst seinen zweiten Einsatz im Seniorenfußball absolviert hat, war ihm jedenfalls nicht anzusehen.

Ausbildung bie Rot-Weiss Essen 

Der 19-Jährige studiert an der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Wirtschaftsinformatik. Fußballerisch hat er seine Ausbildung fast komplett bei Rot-Weiss Essen genossen. Von der U11 bis zum ersten A-Junioren-Jahr war Miyanyedi für den Klub am Ball, wo er auch dem ehemaligen RWE-Juniorentrainer Toni Kotziampassis auffiel. Jetzt arbeiten beide wieder zusammen, nun beim TuS 05.

Wohin sein sportlicher Weg führt, lässt Nusret Miyanyedi offen. „Ich bin keiner, der sagt, ich muss im nächsten Jahr unbedingt in der Oberliga oder der Regionalliga spielen. Ich will mich verbessern, und dann schaue ich mal, wie weit es mich bringt.“

Blick geht nach oben

Jetzt konzentriert sich der 19-Jährige erst einmal auf Sinsen und die Westfalenliga. Und das ambitioniert. „Wir müssen so schnell wie möglich da unten raus“, sagt er. Und dann sollte der TuS 05 nach oben schauen. „Neun Punkte sind es bis zum dritten Platz. Unmöglich ist es nicht, da noch heranzukommen.“

Info: Der TuS 05 Sinsen bestreitet an diesem Freitag Freitag ein Testspiel gegen RW Essen U19. Anpfiff auf der Bezirkssportanlage: 19 Uhr.

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