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Rüdiger Behnke (Ski-Zunft Marl, Mitte) wird als verdiente Persönlichkeit ausgezeichnet. Mit im Bild Ehefrau Renate Behnke (links), Sohn Lars Behnke (3. v. r.), Kirsten Nagel und Bürgermeister Werner Arndt.

"Feierstunde des Sports"

Nicht nur die Resultate zählen

MARL - Bei der „Feierstunde des Sports“ zeichnen Stadt und SSV erfolgreiche Aktive, aber auch langjährige Ehrenamtler aus.

Wenn die Stadt Marl zur Feierstunde des Sports einlädt, stehen nicht allein die erfolgreichen Athleten im Mittelpunkt. Der Beifall der großen Sportfamilie gilt genauso den verdienten Persönlichkeiten, die sich – oft hinter den Kulissen – unersetzlich gemacht haben.

Zwei herausragende Vertreter dieser Spezies wurden am Dienstagabend im Rathaus vom Stadt-Sport-Verband (SSV) ausgezeichnet. Rüdiger Behnke gehört seit mehr als einem halben Jahrhundert der Ski-Zunft Marl an. Mit sieben, acht Jahren hat er seine Leidenschaft für den Schneesport entdeckt: „Die ersten Skier hat mir mein Vater aus Plastik gebastelt.“

Behnke war zwölf Jahre alt, als er 1968 der Ski-Zunft beitrat. Seitdem hat er sich als Sportwart, Skilehrer, Übungsleiter verdient gemacht und insgesamt rund 50.000 Skischüler unterrichtet. Es liegt auf der Hand, dass der Geehrte seine Familie mit dem Schneesport-Virus infizierte. Sohn Lars hat zum Beispiel die Masterarbeit über die schulische Bedeutung von Skifreizeiten verfasst.

Rüdiger Behnke bekennt, dass ihm der Verein im wahrsten Sinne des Wortes am Herzen liege. Er sagte der Ski-Zunft unter großem Applaus zu, weiterhin zu helfen – zum Beispiel in der 2016 gegründeten Vereins-Skischule.

Ein „Vorstandsdino“ ist Joachim Stöpel, der seit mehr als 25 Jahren die Kasse der Tischtennisabteilung im SuS Polsum führt. Ein Markenzeichen des aktiven Sportlers, der bei den geselligen Veranstaltungen für das leibliche Wohl zuständig ist, sind die gläsernen Pokale, für die der Träger der silbernen Ehrennadel des SuS bis in den Bayerischen Wald gereist ist.

Bürgermeister Werner Arndt wünschte sich von Joachim Stöpel eine Wiederbelebung der TT-Stadtmeisterschaften. Abgeneigt schien der Geehrte, der lange Zeit von seinem Wohnort Essen in den Marler Ortsteil Polsum pendelte, nicht zu sein.

Bei der Ehrung der erfolgreichen Einzelsportler und stärksten Mannschaften aus dem Stadtgebiet nutzte Moderator David Petzold in kurzen Interviews immer wieder die Gelegenheit, gängige Vorurteile abzubauen. Sportschießen erfordert einen hohen Trainingsaufwand und ist extreme Präzisionsarbeit. Beim Cheerleading fließt für den Erfolg reichlich Trainingsschweiß. Show-Dance bedeutet konzentriertes Training und jede Menge Wettkampfemotionen.

Bürgermeister Werner Arndt, gleichzeitig erster Vorsitzender des SSV, bedankte sich bei allen, „die sich um den Sport in Marl kümmern“. Das Rathaus komme im Bemühen, den Sportlern die bestmöglichen Bedingungen zu bieten, schrittweise voran.

Arndt nannte als Beleg dafür exemplarisch die Sanierung der Großhallen von Willy-Brandt-Gesamtschule und Gymnasium im Loekamp, die Goetheschule, die ein neues Lehrschwimmbecken und eine Zweifachhalle erhalte, und die Planungen für einen Kunstrasenplatz in Polsum.

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