Fußball

16 Abmeldungen bei Germania Lenkerbeck

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MARL - Nächste Woche entscheidet die DJK Germania, welche der beiden Mannschaften abgemeldet wird.

Es gibt nur noch wenig Hoffnung, dass die DJK Germania Lenkerbeck die Saison 2018/19 mit zwei Seniorenmannschaften zu Ende spielt. Nach 16 Abmeldungen beim Kreisliga-B-Team bleiben dort nur sechs Akteure über. „Wenn nicht irgendwoher noch zehn Spieler kommen, ziehen wir eine Mannschaft zurück“, sagt der Fußball-Abteilungsleiter Dietmar Zawieracz.

Die endgültige Entscheidung darüber und auch, ob die Kreisliga-B-Mannschaft oder das zweite Team aus der Kreisliga C abgemeldet wird, werde in der kommenden Woche fallen, so Zawieracz weiter.

Ob Team I oder Team II vom Spielbetrieb zurückgezogen wird, ist durchaus von Bedeutung, denn davon hängt ab, in welcher Spielklasse die DJK Germania Lenkerbeck in der kommenden Saison beheimatet ist. Zur Erinnerung: Die erste Mannschaft, derzeit auf Rang fünf der Kreisliga B3 geführt, kämpfte in der vergangenen Spielzeit noch in der Kreisliga A um Meisterschaftspunkte. Scheidet sie aus dem Punktspielbetrieb aus, kickt Lenkerbeck ab dem Sommer nur noch in der Kreisliga C, der niedrigsten Spielklasse – außer die Zweitvertretung schafft in der Kreisliga C3 noch den Aufstieg, was angesichts des aktuellen Tabellenplatzes elf aber fast ausgeschlossen ist. Die Aussicht auf die Kreisliga C bedrückt Dietmar Zawieracz nicht: „Wenn es so kommt, dann fangen wir eben ganz unten wieder an“, sagt er.

Dass die abgemeldeten Spieler in der Restsaison noch für einen anderen Verein auflaufen, scheint fraglich. Denn laut Dietmar Zawieracz gebe oder habe es nur in den Fällen von Ufuk Acar (FC Marl) und Danny Pritchard (SC Marl-Hamm) Gespräche mit anderen Vereinen über die Ablösesumme gegeben. Interessenten, die bereit sind, die im Winter frei verhandelbare Ablöse für andere nicht freigegebene Akteure zu zahlen, scheint es nicht zu geben. Auch aus diesem Grund wollen möglicherweise einige der Abgemeldeten wieder zurück zur DJK Germania, jedenfalls deutet Zawieracz an, dass es bereits Anfragen gegeben habe.

Ob man diese Spieler an der Bezirkssportanlage aber noch haben will, ist die andere Frage. Es geht unter anderem um die Sportkluft, mit der der Verein seine Spieler im Herbst ausgerüstet hat und die Vereinseigentum ist. Die wollen anscheinend einige Abgewanderte nicht zurückgeben.

Die Enttäuschung über manche Spieler sitzt in Lenkerbeck aber noch tiefer. Das Auseinanderbrechen der ersten Mannschaft ist laut Dietmar Zawieracz auf seine Initiative zurückzuführen. Fünf Trainer habe die Mannschaft in den vergangenen drei Jahren verschlissen. Und die geringe Trainingsbeteiligung zuletzt, über deren Gründe er im Dunkeln tappt, da er nicht in der betreffenden WhatsApp-Gruppe gewesen sei, sei ihm schon länger übel aufgestoßen, erzählt Zawieracz. „Der Vorstand hat den Spielern dann gesagt: Ändert das oder geht“, sagt er. Und daraufhin entschieden sich 16 Spieler (zumindest vorerst) dazu zu gehen. Dietmar Zawieracz gesteht ein, dass die aktuelle Situation enttäusche und frustriere. „Aber ich bin auch erleichtert, denn ich kann damit besser leben als mit dem vorherigen Zustand“, sagt er.

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