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Ausflug in die Westfalenliga beendet: Tim Theemann stürmt jetzt wieder für die zweite TSV-Mannschaft.

Fußball

Beim TSV schlägt die Stunde von "Römisch Zwo"

MARL - Ein doppelter Aufstieg steht der zweiten Mannschaft des TSV Marl-Hüls bevor: Dem souveränen Tabellenführer der Kreisliga C2 – 17 Siege in 17 Spielen, Torverhältnis: 103:17 – fehlen noch sechs Zähler für den Titelgewinn. Auch vereinsintern wird „Römisch Zwo“ befördert.

Da die erste Mannschaft in zwei Spielzeiten hintereinander vom Spielbetrieb zurückgezogen worden ist, muss sie – wie berichtet – den Neuanfang in der untersten Spielklasse starten. Dadurch wird die Zweitvertretung bei dem zu erwartenden Aufstieg und nach Absprache mit dem Vorstand zur „Ersten“.

„So rücken wir automatisch stärker ins Blickfeld der interessierten Öffentlichkeit“, weiß Spielertrainer Marvin Pulver. „Wir werden dann stärker auf unsere Außendarstellung achten.“

Dass sein Team im Saisonverlauf alle Widerstände souverän meistern konnte, hat die Erwartungen übertroffen. „Auf Grund unseres gut besetzten Kaders war es unser Anspruch, aufzusteigen. Dass es allerdings so reibungslos laufen würde, war sicher nicht eingeplant.“

Zumal die zweite Mannschaft zuletzt immer wieder auch geholfen hat, den schmalen Kader der Verbandsligatruppe aufzufüllen. Anfang des Jahres stellte sich zum Beispiel Tim Theemann zur Verfügung, damit die erste Mannschaft im Angriff eine Alternative hatte. „Es war aber von vornherein klar, dass er wieder zu uns zurückkehren würde“, erklärt Marvin Pulver.

Der Spielertrainer hat bereits die Planungen für die neue Saison in der Kreisliga B aufgenommen, da es nur noch eine Frage der Zeit ist, wann der TSV II bei 16 Punkten Vorsprung auf den SC Marl-Hamm II die Meisterschaft feiern kann.

„Es wird einige Veränderungen geben. Ich rechne mit acht bis zehn neuen Spielern“, informiert Pulver, der in der Kreisliga B mit Björn Schneider – der 39-jährige Keeper beendet die aktive Karriere – einen Co-Trainer erhält und in der B-Liga „einen Platz unter den besten fünf Mannschaften anstrebt“.

Charakterlich gefestigt ist der designierte Aufsteiger ohne Zweifel. Die stürmischen Wochen am Loekamp haben die Pulver-Elf nicht umgeworfen. „Wir sind aber auch abgehärtet“, schmunzelt der 25-Jährige. Vor eineinhalb Jahren trug die Mannschaft das Kreuz des Oberliga-Teams mit und wurde im Oktober 2017 als B-Kreisligist aus dem Spielbetrieb zurückgezogen. „Wir sind bis in die Niederlande gefahren, um Trainingsspiele zu bestreiten“, erzählt Pulver zur Zwangspause.

Dass die bisherige zweite künftig als erste Mannschaft stärker in den Fokus der Öffentlichkeit rückt, sei eine kleine Entschädigung für die schweren Zeiten – wobei sich keiner im Kader die Entwicklung gewünscht habe. „Die Entwicklung ist sehr schade für den Verein und macht uns alle traurig“, spricht der Trainer für sein Team.

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