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Die „Chemiekeulen“ machen bei jedem Spiel Stimmung für den VfB – hier am Sonntag in Senden.

Fußball

Die "Chemiekeulen" feuern den VfB bei jedem Spiel an

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MARL - Sie begleiten den VfB Hüls bei jedem Spiel und sorgen bei Verantwortlichen der Gegner schon einmal für neidische Blicke: die Mitglieder des Fanclubs „Marler Chemiekeulen“.

Vergangenen Sonntag beim Spiel in Senden hatten sich die VfB-Fans direkt hinter der Trainerbank der Gastgeber niedergelassen. Der eine oder andere aus dem Trainerstab drehte sich angesichts der Anfeuerungen für die Marler schonmal stirnrunzelnd um.

Das ist durchaus auch als Anerkennung zu verstehen, denn einen Fanclub haben die Gegner des VfB in der Regel nicht. Die „Chemiekeulen“ aber sind ganz nah dran an der Mannschaft. Mitglied Gaby Schäfer etwa versorgt die Hülser Spieler sonntags mit Obst oder Gemüse, damit sie genug Kraft haben. „Generell sind wir mit allen Spielern per Du“, sagt Marcel Malyga. „Der VfB ist für uns wie eine große Familie.“ Malyga selbst ist ein Mann der ersten Stunde bei den „Chemiekeulen“. Wie Markus Tegtmeier und Phillip Kühne ist der 42-Jährige seit der Gründung am 6. Januar 2012 dabei.

Wie kam das? „Damals kam der VfB-Pressesprecher Stefan Berger auf uns zu und fragte, ob wir nicht ein paar Jugendliche unter unsere Fittiche nehmen könnte, die wie Ultras auftraten“, erzählt Malyga. Die etwas älteren VfB-Fans kümmerten sich um die Jugendlichen und gründeten den Fanclub, aber ihre „Schützlinge“ waren bald wieder weg. Randale gehört nämlich nicht zu den „Chemiekeulen“. „Bei uns ist jeder willkommen, der im Stadion kein Theater machen will“, sagt Marcel Malyga.

Anfeuern hingegen ist natürlich erlaubt, und das tun die „Chemiekeulen“ auch, mit einer großen Basstrommel, mit ihrem Banner oder den Fahnen. Zwischen acht und 15 Mitglieder seien sie meistens bei den Spielen, sagt Marcel Malyga, die Mitgliederzahl liege seit Jahren recht konstant bei 15.

Natürlich verknüpft auch Malyga einige der schönsten Erinnerungen mit der Regionalliga-Saison 2012/13, etwa dem Spiel bei RW Essen vor rund 7000 Zuschauern. Aber die Liga ist nicht das Wichtigste. „Wir hatten überall schöne Erlebnisse“, sagt Malyga.“

Trotzdem freut natürlich auch er sich, dass der VfB wieder in der Landesliga spielt. „Klar, es wäre auch schön, wenn wir irgendwann mal wieder in die Oberliga kommen“, sagt er. „Aber das muss langsam aufgebaut werden. Der vom Vorstand eingeschlagene Weg ist genau der richtige.“

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