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So kennen ihnen die Marler Fußball-Fans: David Sdzuy trifft in einem Test seiner LR Bears kurz vor seiner Abreise nach Deutschland vom Elfmeterpunkt.

Fußball

"Persönlich bringt es mich weiter" - Marler spielt in Universitätsliga der USA

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Die Corona-Krise hat auch den Karriere-Plan von David Sdzuy durchkreuzt. In den USA ruht der Uni-Fußball, das Sommersemester absolviert der Student daheim in Marl – am Computer.

  • Fußballer David Sdzuy spricht über seinen USA-Aufenthalt
  • Aufgrund der Situation absolviert der Marler ein Fernstudium
  • Am liebsten würde der 26-Jährige zurück nach North Carolina

Seine erste Saison im Trikot der LR Bears war eine wichtige persönliche Erfahrung – trotz des durchwachsenden sportlichen Erfolgs. David Sdzuy aus Marl nimmt sich viel vor für sein zweites Fußball-Jahr in den USA. Im Soccerteam der Lenoir-Rhyne-University ist er als Führungsspieler fest eingeplant.

Seit einem Monat lebt der 26-jährige Student wegen Corona aber wieder in der Heimat und absolviert das Sommersemester der amerikanischen Universität in Hickory im Bundesstaat North Carolina durch die Teilnahme an Online-Veranstaltungen.

Die Leitung der Hochschule hatte den internationalen Studenten die Möglichkeiten des Fernstudiums nach dem Ausbruch der Pandemie ausdrücklich angeboten. Sdzuy überlegte nicht lange: „Das Gesundheitssystem ist in den USA bekanntlich nicht so stabil wie in Deutschland.“

Fit halten mit Laufen und Krafttraining

Neben dem Studium hält sich der frühere Oberliga- und Westfalenliga-Akteur des TSV Marl-Hüls und des TuS 05 Sinsen mit Lauf- und Krafttraining fit. „Ich mache das, was geht“, erklärt der Außenbahnspieler. Sein persönliches Netzwerk sorgt dafür, dass er für die Saison 2020/21 schon ein paar Anfragen erhalten hat.

Am liebsten würde er alle Angebote ausschlagen und rechtzeitig zum Beginn des dritten Semesters sein Masterstudium in „Business Administration“ mit dem Schwerpunkt Rechnungswesen in North Carolina fortsetzen.

David Sdzuy möchte dazu beitragen, dass das Universitätsteam nicht wie im Herbst 2019 schon in der Regionalausscheidung scheitert. „In unserem 30 Spieler umfassenden Kader waren zu viele Neue. Wir haben nicht schnell genug zusammengefunden.“ Die Folge: Die Bears der Lenoir-Rhyne-University gewannen nur sieben von 17 Spielen.

In den USA ist Sdzuy Mr. Zuverlässig

Trotzdem fällt Sdzuys persönliche Bilanz positiv aus: „Die Serie hat mich persönlich weitergebracht.“ Er spielte defensiver als in Deutschland, wurde meist links in der Abwehrkette eingesetzt und stand in allen 17 Begegnungen in der Startelf.

Das Niveau der Uni-Liga vergleicht der kickende Student mit der Westfalenliga. „Viele Spieler könnten bei uns aufgrund ihrer individuellen Klasse auch in der Oberliga mithalten“, vermutet der Marler, der beim VfB Hüls das Fußball-ABC gelernt hat. Im Kader stehen 15 Amerikaner und 15 Internationale, die meisten stammen aus Spanien und Deutschland.

Schneller, aber nicht so sauber

David Sdzuy hat sich verhältnismäßig schnell an den „anderen Fußball“ in den Vereinigten Staaten gewöhnt. „Hier wird schneller, aber nicht so sauber gespielt“, vergleicht der ausgebildete Steuerfachangestellte. Anders ausgedrückt: Das Tempo torpediert mitunter die Taktik.

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