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Neuzugang und "alter Hülser" zugleich: Moritz Isensee (r.) ist in der Winterpause von der U19 in die erste Mannschaft des Vereins befördert worden.

Fußball

"Eine schwere Entscheidung, aber im Sinne des TSV"

MARL - Er gehört zu den Youngstern in der Mannschaft und ist im Verein gleichzeitig ein alter Hase: Schon seit fast zehn Jahren spielt der Recklinghäuser Moritz Isensee für den TSV Marl-Hüls. In der Winterpause ist der Torjäger der A-Junioren in den Kader des Westfalenliga-Teams aufgerückt.

„Eine schwere Entscheidung, aber im Sinne des Vereins“, findet der 18-Jährige aus Recklinghausen. Schließlich befindet sich die „U 19“ auf dem Weg zum Landesliga-Titel. Nur ungern verabschiedete sich Moritz von der „Supertruppe“. Mit einigen Team-Kameraden hat er seit seinem Wechsel vom SV Hochlar 28 an den Loekamp zusammengespielt. Die erste Mannschaft macht ihm die Eingewöhnung bisher leicht. „Ich bin gut aufgenommen worden, gerade auch von den etwas älteren Spielern. Der Trainer gibt mir viele taktische Kniffe mit auf den Weg“, lobt der Youngster die Zusammenarbeit mit Oliver Ridder. Nach zwei Testspielerfolgen über Gegner aus der Bezirksliga hätte Isensee am Dienstagabend gern die Klingen mit dem Oberligisten SV Schermbeck gekreuzt. „Ich war gespannt darauf zu erfahren, wie groß der Unterschied ausfällt“, erläutert der Stürmer, der in der Hinrunde der A-Junioren-Landesliga zehn Treffer für den TSV erzielt hat. Bei den Senioren werde strategischer gespielt und viel ruhiger. „In der Jugend geht alles direkt in Richtung Tor. Das erzeugt Hektik“, erkennt der Angreifer einen wesentlichen Unterschied. Die Zweikampfführung sei gar nicht großartig anders als vor der Winterpause, „vielleicht etwas härter“. Schon im Sommer des vergangenen Jahres hatte der Recklinghäuser einige Anfragen, es höherklassig zu probieren. Er entschied sich fürs Bleiben. Anders als Finn Wortmann, der vom Loekamp zur U19 von Preußen Münster ging. „Mit ihm möchte ich später gern noch einmal zusammenspielen“, bekennt Moritz, der immer schon vorne eingesetzt wurde und seine gute Technik ausgespielt hat. Unter Druck lässt er sich nicht setzen. „Ich habe nicht den Ehrgeiz, ganz oben zu spielen“, versichert Isensee, der weiß, dass die TSV-Rettung ein kleines Fußball-Wunder wäre. Offen ist derzeit auch, wie es beruflich weitergeht. Im Sommer 2018 hat er am Hittorf-Gymnasium in Recklinghausen sein Abitur gebaut. Derzeit absolviert er ein Freiwilliges Soziales Jahr bei der Lebenshilfe. „Ich könnte mir vorstellen, Bauingenieurswesen mit dem Schwerpunkt Umwelt und Energie zu studieren. Genauso kommt Sonderpädagogik infrage.“

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