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Izzettin Gökyar (links) und Fenerbahce Marl fühlten sich in der Partie gegen den TuS Velen vom Unparteiischen eindeutig benachteiligt.

Fußball

Fenerbahce will sich an Aufklärung beteiligen

MARL - Nach dem Spielabbruch und anschließendem Polizeieinsatz beim Spiel gegen TuS Velen sieht sich der Verein nicht alleine in der Schuld.

Der Fall hatte mehrere Akte. Da ist zunächst das, was auf dem Platz passierte: Bei mehreren Schiedsrichterentscheidungen am Sonntag fühlte sich Fenerbahce benachteiligt. Die erste Gelb-Rote Karte gegen sein Team sei noch vertretbar gewesen, sagt Spielertrainer Ilker Ciloglu. „Bei der zweiten schimpft unser Spieler über sich selbst und bekommt dafür Gelb“, so Ciloglu. „Dann sagt er: ‚Oh Gott‘ und bekommt dafür die zweite.“

Der Foulelfmeter fünf Minuten vor Schluss sei zunächst mal keiner gewesen, und dass Keeper Aydin Develi ebenfalls Gelb-Rot sah, nachdem er bei seiner Parade des Strafstoßes die Torlinie verlassen haben sollte, überzogen.

Akt zwei war der Rückzug des Fener-Teams nach dem Strafstoß. Nach eigenen Worten hatte der Vereinsvorsitzende Sadi Akcacik sich mit Ilker Ciloglu abgesprochen und beschlossen, das Team vom Feld zu holen. „Bevor noch mehr von uns runterfliegen“, sagt Akcacik. Der Rückzug hatte den Spielabbruch zur Folge. Und damit wären wir bei der „Nachspielzeit“, Akt Nummer drei: Schiedsrichter Hans-Georg Bintakies brach die Partie ab, nachdem die Gastgeber das Feld verlassen hatten. Die Stimmung war aufgeheizt. „Ich selbst bin zum Schiedsrichter gegangen und habe mich vorgestellt, aber er wollte nichts von mir wissen.“

Stattdessen rief Bintakies die Polizei. „Das war unnötig“, behauptet Akcacik. „Es waren Ordner da, es wäre nichts passiert.“ Jedenfalls kam die Polizei an den Feldweg. „Die Beamten haben dafür gesorgt, dass der Schiedsrichter unbehelligt vom Platz kam“, sagt Polizeisprecher Michael Franz auf Nachfrage. Es sei auch Anzeige erstattet worden wegen Körperverletzung, es gehe um Anspucken und Beleidigung. „Wer an was beteiligt war, müssen wir klären“, sagt Franz.

Sadi Akcacik sagt, er habe nicht gesehen, dass jemand gespuckt habe, sichert aber volle Kooperation bei der Aufklärung zu. „Wenn wir den Namen wissen, geben wir ihn weiter. Wenn das jemand gemacht hat, muss er seine Strafe bekommen“, sagt Fenerbahces Vorsitzender. Er wirft allerdings auch dem Schiedsrichter vor, ausfallend geworden zu sein.

Außerdem sei es schon in der Halbzeitpause zu einem Vorfall gekommen: „Normalerweise kommt der Schiedsrichter in der Pause zu uns und bekommt sein Wasser. Diesmal ist er ins Vereinsheim des SC Marl-Hamm gegangen. Dort soll er gesagt haben, er werde noch weitere Spieler von uns vom Platz werfen“, so Akcacik. „Das hat mir Volker Wiesner, der Geschäftsführer der Löwen, erzählt.“

Sadi Akcacik hat bereits eine Stellungnahme verfasst, die an den Fußballkreis geht.

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