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Aus der Hand von KAW-Manager Günter Zaborowski erhält Hubert Poloczek (l.) eine gerahmte Collage mit Bildern aus vier Jahren Oldie-Fußball Ü60. Foto: Thomas Braucks

Fußball

Hubert Poloczek geht in Fußball-Rente

Marl/Herten - Die Alten Herren der Kreisauswahl (KAW) RE Ü60 verabschiedeten den verdienten Fußballer und untadeligen Sportsmann Hubert Poloczek in einer kleinen Feierstunde. Der 66-Jährige hängt nach vier Jahren in der vestischen KAW nun endgültig die Fußballschuhe an den viel zitierten Nagel.

Aus der Hand von Manager Günter Zaborowski erhielt der lupenreine Mittelstürmer zur Erinnerung eine gerahmte Collage mit Bildern aus vier Jahren Oldie-Fußball Ü60.

Er brachte den Nagel aber nicht so hoch an, dass er nicht alle 14 Tage die Schuhe noch einmal zum Training mit seinen alten Mannschaftskameraden herunter nehmen könnte. „Ich würde sonst den „Stallgeruch“ und das Bierchen nach dem Training vermissen!“, sagt er nicht ohne ein wenig Wehmut.

Ausschlaggebend für das Karriereende sind in letzter Zeit immer häufiger aufgetretene Knieprobleme. Kein Wunder nach 55 Jahren Fußballsport.

Am 9. September 1952 geboren, schloss „HP“ sich im Alter von elf Jahren dem damaligen SV Nordvesta 1919 Sinsen an. Seine Treffsicherheit und Durchsetzungsvermögen erweckten schnell die Aufmerksamkeit des TSV Marl-Hüls. In der B-Jugend wechselte er in das Jahnstadion. Dort formte ihn Rudi Matheus, seines Zeichens Deutscher Amateurmeister von 1954, weiter.

Poloczek erinnert sich: „Das war wohl der beste Trainer in meiner ganzen Laufbahn.“ Auch beim TSV stellte er seine Torjägerqualitäten unter Beweis und wurde 17-Jährig bereits zum Senior erklärt. Nach drei Jahren in Hüls führte ihn sein Weg für zwei Jahre zur SpVg Marl. In dieser Zeit meldete Bundesligist BVB 09 Dortmund Interesse an und lud den Vollblutstürmer zu einem einwöchigen Probetraining ein. Den angebotenen Halbvertrag nahm er nicht an. Einen unterschriftsreifen Kontrakt bei der Spvgg. Erkenschwick lehnte er nach deren Abstieg ab.

Unser Protagonist begann daraufhin ein BWL-Studium in Münster. Fußballerisch ging es 1975/76 beim SC Recklinghausen weiter, wo er auf alte Bekannte wie Jonny Rentfert, Pele Nowak und Kalla Schroth traf. Es folgte eine Saison beim Erler SV 08. 1978 kehrte Poloczek zurück an seine alte Wirkungsstätte beim TSV. 29-Jährig begann seine Trainertätigkeit beim VfL Drewer, mit dem er den Bezirksligaaufstieg schaffte. Weitere Stationen waren Spvgg. Herten, FC Recklinghausen und TuS 05 Sinsen, den er ebenfalls in die Bezirksliga führte.

Mit 37 Jahren endete seine aktive Laufbahn. Danach zog er sich in ein Leben als Dienstleistungsunternehmer zurück, verlor dabei allerdings nie den Fußballsport aus den Augen. So war sein Engagement bei der vor vier Jahren gegründeten Kreisauswahl Ü60 eine logische Konsequenz.

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