Fußball - Landesliga

Gelb-Rot ist der Knackpunkt

Marl - Willkommen im Abstiegskampf! Nach vier Niederlagen in Serie ist der VfB Hüls auf einen Abstiegsplatz gerutscht. Auch gegen den Werner SC gab es beim 0:2 nichts zu holen.

Nach der derben Schlappe vom Vorsonntag standen die VfB-Akteure in der Pflicht. Die Laufbereitschaft und die kämpferische Einstellung stimmten bei der Heimelf. Die spielerischen Qualitäten reichten aber nicht, den Tabellenelften zu besiegen. Der Gast nutzte in der Schlussphase die Überzahlsituation und erzielte zwei schön herausgespielte Treffer zum 2:0-Sieg.

Beiden Teams merkte man in der Anfangsphase die Verunsicherung an. Die Heimelf agierte gut gegen den Ball, in Sachen Spielaufbau war aber wenig Positives zu vermerken.

Insgesamt war kaum Spiel ohne Ball festzustellen, wenn der VfB im Ballbesitz war. Die Offensivaktionen waren zu leicht zu durchschauen, sodass es zu wenig Tormöglichkeiten kam.

Beim Gast war es ähnlich. Im Mittelfeld bemühten sich Jo Seung Oh und Yannick Lachowicz um den Spielaufbau, aber vor dem Hülser Strafraum war meistens Schluss.

Trainer Christoph Schlebach (VfB Hüls): „Einstellungsmäßig haben wir eine Reaktion auf das 0:9 in Kinderhaus gezeigt. Es war qualitativ trotzdem kein gutes Fußballspiel mit nur wenig Torchancen. Die Gelb-Rote Karte für Sven Hagemeister war der Knackpunkt. Wir haben dadurch leider unsere Linie verloren und dann zehn Minuten später das 0:1 bekommen.“

Nur vier torgefährliche Situationen gab es in den ersten 45 Minuten zu bestaunen. In der 10. Minute war Sven Hagemeister nach einem Eckball von Okan Solak mit dem Kopf zu Stelle, der Ball ging knapp am Pfosten vorbei. Danach hatte der Gast drei gute Chancen. In der 15. Minute war es Yannick Prinz, der aus 20 Metern abzog und Yasin Muslubas zur Ecke klärte. Fünf Minuten später hatte Daniel Durkalic den Führungstreffer auf dem Fuß. Aus halbrechts setzte er das Leder von der Strafraumgrenze auf das VfB-Tor, Muslubas konnte zur Ecke klären.

In der 35. Minute war es wieder Durkalic, der aus zehn Metern abzog, den Nachschuss klärte dann die Hülser Defensive. So ging es torlos in die Kabinen.

Nach dem Wechsel wurde der Gast immer stärker. Einen Freistoß aus 20 Metern von Marvin Stöver konnte Muslubas nur mit Mühe zur Ecke leiten.

Acht Minuten später war es Poggenpohl, der von links flankte und Durkalic volley abzog, aber das Leder weit über die Querlatte verzog. Vom Gastgeber war in dieser Phase in der Offensive Fehlanzeige.

In der 64. Minute dann die spielentscheidende Aktion. Sven Hagemeister erhielt nach mehrmaligem Foulspiel die Gelb-Rote Karte. Der Gast nutzt die freien Räume in Überzahl und in der 74. Minute erzielte Yannick Lachowicz mit einem sehenswerten Schuss aus 20 Metern die 0:1-Führung.

Der VfB drängte auf den Ausgleich, konnte sich aber keine klaren Chancen erspielen. Bei einem Konter setzte sich Durkalic auf der rechten Seite durch. Seine Hereingabe fand einen Abnehmer und der eingewechselte Niclas Beckerling erhöhte in der 86. Minute auf 0:2.

Für den VfB war dies die neunte Saisonniederlage. Da Stadtlohn punktete (2:1-Sieg beim SC Münster) steht die Badeweiher-Elf nun auf einem Abstiegsplatz.

VfB Hüls:

Muslubas – Dämmer, Solak (77. Beczkowski), Prudetskiy, Grieß, Hagemeister Sven, Szalkai, Turgut (86. Ciraci), Overhoff (69. Yeboah), Hagemeister Sebastian, Frasheri

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