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Für Marco Jedlicka ist Schluss beim FC Marl: Der Trainer hat sein Amt aufgegeben.

Fußball

FC Marl: Trainer-Beben an der Hagenstraße

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Dieser Abschied ist auch eine Befreiung. Marco Jedlicka ist am Sonntag nach der 1:3-Heimniederlage gegen BV Rentfort zurückgetreten – als Trainer beim Tabellenneunten FC Marl (wir berichteten). Co-Trainer Jörg Wloch übernimmt.

Jedlicka hatte mit dem amtierenden Bezirksliga-Vizemeister FC Marl die Aufstiegsrunde zur Landesliga erreicht, stand im Frühjahr 2017 im Kreispokal-Finale (gegen TuS Haltern), warf im aktuellen Wettbewerb den Lokalrivalen VfB Hüls raus und scheiterte im Achtelfinale gegen Westfalenligist Spvgg. Erkenschwick. Jedlicka: „Ich bin ein fußballbegeisterter Mensch. Ich habe die Entscheidung nicht getroffen, weil ich einen neuen Verein habe. Vielmehr habe ich gemerkt, dass in Marl viele Dinge nicht passen, dass es kein Weiter gibt, sondern einen Stillstand. Daher habe ich am Ende eine unpopuläre Maßnahme getroffen.“ Der 43-Jährige sagte, dass weder Spieler noch der Vorstand an seinem Entschluss beteiligt waren. „Das spürt man selbst. Ich wollte meine Gesundheit nicht weiter aufs Spiel setzen, weil es Kraft kostet, wenn man sich nicht mehr auf das Wesentliche beschränken kann, sondern sich ständig um andere Dinge kümmern muss. Wenn man einen Graben zuschüttet, aber dafür anderswo ein anderes Loch aufmachen muss, dann ist das Käse.“ Klub-Patron Claus Lanczek überrascht: „Das muss man akzeptieren. Wenn das Engagement stark ist, aber durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird, dann ist das ein Grund, den wir verstehen und bedauern.“ Der 1. Vorsitzende betont zu dem Trainer-Beben, dass der Verein, bei dem Jedlicka seit der Saison 2016/17 ist, gerne mit ihm über die aktuelle Spielzeit hinaus weitergearbeitet hätte. „Es ist nicht so, dass wir nicht die Gespräche gesucht hätten.“ Allerdings sei der Zeitpunkt des Rückzugs sehr ungünstig. Lanczek: „Der Markt gibt nicht viel her. Im Umkehrschluss heißt das aber nicht, dass wir Jörg Wloch diese Aufgabe nicht zutrauen.“ Den neuen Chef-Coach, der beim Dienstag-Training erstmals das Sagen haben wird, beschreibt Lanczek als absoluten Kenner der Szene. „Er ist menschlich top, gradlinig, offen und ehrlich. Ein Sympathieträger. Jörg stellt etwas dar und insofern ist es zum jetzigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung.“ Beide Seiten betonen, dass Marco Jedlicka nicht im Groll geht. Lanczek: „Bisher hatte ich noch keine Zeit mit ihm zu reden, aber das werde ich so schnell wie möglich in einem Telefongespräch nachholen.“

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