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Immer mit vollem Engagement dabei, manchmal auch dem Schiedsrichter gegenüber: Hier diskutiert Momo Dede (l.) mit dem Unparteiischen Christoph Fischer.

Fußball

Momo Dede macht ab Sommer Pause

MARL - Momo Dede hört im Sommer als Trainer des SC Marl-Hamm auf und legt eine Auszeit vom Fußball ein. Eine Rückkehr ist aber wahrscheinlich.

Klar, es gab schon einmal ein paar Monate, in denen Dede nicht aktiv war: Und zwar im Frühjahr 2017, als sich der FC Marl vom Spielertrainer seiner zweiten Mannschaft getrennt hatte, ehe Momo Dede im darauffolgenden Sommer Coach der Hammer Löwen wurde. Aber sonst? Fußball, Fußball, Fußball.

Zunächst war Dede selbst am Ball, begann als Neunjähriger bei der PSV Recklinghausen, ging dann zum FC Schalke 04, wechselte als Senior in die Verbandsliga zum SC Hassel, spielte für den VfB Waltrop, 95/08 Recklinghausen, Westfalia Rhynern, die SpVg Marl sowie den TSV Marl-Hüls.

Erstmals als spielender Trainer arbeitete er bei der SG Marl und machte die Fusion der SG mit dem VfL Drewer und der SpVg mit. „Da war ich von der Idee bis zur Umsetzung dabei“, sagt Dede, der bis zur Trennung 2017 an der Hagenstraße arbeitete.

Wie gesagt, die vergangenen 32 Jahre waren bis oben hin vollgepackt mit Fußball. „Ich war ja sogar so verrückt und habe in der vergangenen Vorbereitung fünfmal die Woche trainieren lassen, plus den Sonntag“, sagt Dede, der vor wenigen Tagen seinen 41. Geburtstag feierte. Er ist also kein Mann für halbe Sachen. Und so kam es auch, dass Dede, der in einem Reisebüro arbeitet, dem Löwen-Vorstand im Januar ankündigte, er könne nicht mehr weitermachen, da sich berufliche Mehrbelastung ankündige. Mit Dedes ehemaligem Weggefährten beim FC Marl, Henry Schoemaker, fand der SC Marl-Hamm auch schnell einen ehrgeizigen Nachfolger.

Aber was macht Momo Dede ab dem Sommer? Nichts im Fußball jedenfalls. „Ich werde eine Pause einlegen“, sagt der Familienvater. „Es war Zeit, die Anzahl der Baustellen zu verringern, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren“, sagt Dede. „Dann kann man immer noch sehen, wie es läuft, und zurückkommen.“

Das Wesentliche, das sind im Moment die Familie und der Beruf. „Man muss sich das mal vorstellen: Meine Frau Nina und ich haben uns vor 24 Jahren, noch zu Schalker Zeiten, kennengelernt“, sagt Dede, der immer Rückendeckung von seiner Frau bekam. „Sie ist immer mitgefahren, auch zu Auswärtsspielen. Ich will etwas zurückgeben“, sagt er. Nun hat Dede mehr Zeit für seine Frau und Tochter Liah (11).

Aber wird denn nicht trotzdem etwas fehlen? „Klar wird es fehlen“, sagt Momo Dede, der die Sache aber auf sich zukommen lässt. „Im Moment habe ich gar keine Zeit, darüber nachzudenken. Es macht auch unheimlich Spaß, und es läuft ja auch gut.“ Beide Spiele nach der Winterpause haben die Löwen gewonnen und einen Vorsprung auf das Tabellenende der Kreisliga A1 verschafft.

Das Ziel zu erreichen, das Momo Dede auf den restlichen elf Spielen seiner Abschiedstournee mit den Löwen verfolgt, ist also realistisch: „Ich will mich auf gar keinen Fall mit einem Misserfolg verabschieden.“

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