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Fußball

Partie von Fenerbahce wird abgebrochen

MARL - Beim Spiel Fenerbahce Istanbul Marl gegen den TuS Velen waren noch fünf Minuten zu spielen, als Schiedsrichter Hans-Georg Bintakies beim Spielstand von 0:4 auf Elfmeter für die Gäste entschied. Den Elfmeter entschärfte Fener-Keeper Aydin Develi, allerdings verließ er dabei die Torlinie.

Deshalb sollte der Elfmeter wiederholt werden und der per Gelber Karte vorbelastete Develi flog mit Gelb-Rot vom Platz. Fenerbahce hatte zuvor schon zwei Platzverweise verkraften müssen und fühlte sich nach dem dritten mehr als ungerecht behandelt. Deshalb verließ das Team geschlossen das Feld und Bintakies pfiff die Partie rund fünf Minuten früher ab.

Es gab auch noch ein unschönes Nachspiel. Bintakies soll bedroht und bespuckt worden sein. Er fühlte sich bedroht und alarmierte die Polizei. Von acht Beamten wurde der Unparteiische in die Kabine und von dort aus zum Auto begleitet.

Dabei hatte die Partie begonnen wie jede andere auch. Nach anfänglichem Abtasten ging Velen in Führung. Dann begann das Durcheinander. Feners Suat Acar sah zuerst Gelb, da er über einen nicht gepfiffenen Freistoß meckerte (26.). Nur wenige Sekunden später foulte Acar selbst. Bintakies wertete das Vergehen wohl als ein taktisches Foul, sodass er Acar mit Gelb-Rot vom Feld verwies. Acar konnte die Entscheidung nicht nachvollziehen und lieferte sich ein Wortgefecht mit dem Unparteiischen, wobei er diesem ziemlich nah kam. Bintakies unterbrach daraufhin kurz die Partie und flüchtete vom Platz. Als Acar in der Kabine verschwand, pfiff Bintakies wieder an. Die Unterzahl von Fenerbahce nutzten die Gäste aus und erhöhten per direkt verwandelten Freistoß auf 2:0.

Kurz vor der Pause flog auch Sadi Akcacik mit Gelb-Rot vom Platz. Er sah erst Gelb wegen Meckerns und Sekunden später die zweite Gelbe Karte, da er sich weiterhin aufregte. Akcacik zeigte kein Verständnis für das Handeln des Schiedsrichters: „Ich habe mich über mich selbst aufgeregt“, sagte er. Er könne nicht verstehen, wieso er vom Platz geflogen sei.

Danach hatten die Gäste leichtes Spiel, vergaben allerdings eine Reihe hochkarätiger Chancen. Die doppelte Überzahl gab den Gästen viele Räume, die sie durch zwei weitere Tore von Fabian Ossing und Kai Storks nutzten. Die Gäste hätten mit mehr Konsequenz den Endstand, um einiges höher gestalten können. Und dann kam’s, wie beschrieben, zum unrühmlichen Ende – durch das die gute kämpferische Leistung der Fener-Spieler in Unterzahl zur Nebensache wurde.

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