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Patrick Walter hat in seinen 28 Jahren als Fußballer vieles erlebt: Von der Deutschen Meisterschaft bis zur Kreisliga B.

Fußball

Patrick Walter kann's nicht lassen

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MARL - Patrick Walter hat im Fußball viel erlebt: Er wurde mit den B-Junioren des FC Schalke 04 Deutscher Meister, und auch mit 33 Jahren kickt er noch – beim FC Marl II in der Kreisliga B.

Da steuerte Walter erst am vergangenen Wochenende beim Derbysieg über den SuS Polsum zwei Treffer bei. Und Walter ist in der neuen Saison voller Tatendrang. „Ich fühle mich wieder ein bisschen, als wäre ich 23 Jahre alt“, sagt er mit einem Lachen. Der Grund: Walter ist fit, hat in den vergangenen acht Monaten 15 Kilogramm abgenommen. Schon in der vergangenen Saison, also teilweise noch mit einigen Kilos mehr auf den Rippen, war seine Ausbeute für einen normalen Kreisliga-Kicker sehr gut: Walter erzielte für den FC Marl III 25 Tore und legte bei 32 Treffern vor. Nicht ausgeschlossen, dass diese Marke in der aktuellen Spielzeit noch einmal überboten wird.

Patrick Walter ist aber auch kein ganz normaler Kreisliga-Fußballer. In diesen Spielklassen ist er mitttlerweile angekommen, so richtig in Fahrt kam seine Karriere in der Jugend aber deutlich weiter oben. Walter begann das Fußballspielen vor 28 Jahren beim VfB Hüls und wechselte später vom TSV Marl-Hüls aus zum großen FC Schalke.

Und dort erlebte er das, was er heute als sportlichen Höhepunkt seiner Karriere bezeichnet: Als die königsblauen B-Junioren am 6. Juli 2002 in der Glückauf-Kampfbahn den VfB Stuttgart nach Verlängerung mit 3:1 schlugen und Deutscher Meister wurden, war auch Walter dabei. Er wurde nach 70 Minuten für Stephan Nachtigall eingewechselt. Im Kader waren damals beispielweise auch Tim Hoogland oder Michael Delura, Doppeltorschütze für Schalke war Sebastian Westerhoff. Walter spielte danach für S04 und für RW Essen A-Jugend-Bundesliga, kam bei den Senioren über den SC Hassel (Oberliga) zurück zum VfB Hüls, war für Vestia Disteln am Ball und dann für den FC Marl.

An der Hagenstraße ist er seit kurz nach der Gründung des FCM 2011 zu Hause. Und eins hat sich bis heute nicht geändert, egal um welche Spielklasse oder Mannschaft es geht: „Wenn ich einen Anruf bekomme und gefragt werde, ob ich Zeit habe zum Spielen, dann mache ich das“, sagt Patrick Walter lachend. Und, mit einem Augenzwinkern: „Die Tasche ist so gut wie immer gepackt im Kofferraum.“ Aber auch ein (im positiven Sinne) Fußballverrückter wie Patrick Walter wird mal ein bisschen ruhiger. Früher war der Ball immer dabei. „Draußen, am Platz, sogar im Wohnzimmer, auch wenn Mama dann geschimpft hat.“ Heute sage er schon einmal, er habe etwas Wichtiges vor, wenn ein Spiel anstehe. Vor dieser Saison hörte Patrick Walter zum Beispiel als Jugendtrainer auf, den Job als Nachwuchscoach hatte er jahrelang parallel gemacht. Das bedeutet aber wie gesagt noch lange nicht, dass die Karriere von Patrick Walter vorbei ist. „Das ist noch nicht zu Ende“, sagt er.

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