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Bastian Kniza (l.) und Jan Dörenberg (re., beide TSV Marl-Hüls) versuchen in dieser Szene Okan Solak (M.) vom VfB Hüls vom Ball zu trennen.

Fußball-Stadtmeisterschaft

TSV Marl-Hüls im Finale

MARL - Die Fußball-Stadtmeisterschaft hat ihre erste kleine Sensation. Der neuformierte TSV Marl-Hüls – am Montag nur sehr glücklich in die Zwischenrunde eingezogen – steht im Finale. Die Loekamp-Elf schlug den Bezirksligisten FC Marl souverän mit 3:0-Toren, verlor gegen den VfB Hüls aber mit 2:3. Da der VfB am Ende knapp mit 1:2 gegen Marl verlor, rutschte der TSV noch auf Platz 1 vor dem VfB. Auf der Strecke blieb der FC Marl.

FC Marl - TSV Marl-Hüls 0:3 Viele Zuschauer am Spielfeldrand rieben sich beim ersten Zwischenrundenspiel verwundert die Augen. Der TSV Marl-Hüls, der am Montag eher ein Fehlpass-Festival gestartet hatte, beherrschte den ersatzgeschwächt angetretenen FC Marl fast nach Belieben. Die Hülser Abwehr stand sicher – mit ein Verdienst von Muhamed Demir, der gestern zum ersten Mal für die Blau-Weißen auf dem Feld stand. Auch im Mittelfeld zeigten die Hülser Präsenz, der FCM lief meist hinterher. Das 1:0 fiel allerdings etwas glücklich. Nach einer Ecke wurde der Ball von einem Marler Akteur unglücklich ins eigene Tor abgefälscht. Von diesem Schock erholte sich die Truppe von der Hagenstraße nicht mehr. Vieles blieb Stückwerk, Hüls war spritziger – und vor dem Tor erfolgreicher. In der 21. Minute stellte Bastian Kniza auf 2:0. Nach dem Wechsel erhöhte Andre Töppler noch auf 3:0. Die Partie war gelaufen. Marl ergab sich in sein Schicksal. TSV Marl-Hüls - VfB Hüls 2:3 Mehr Probleme bekam der TSV mit dem VfB Hüls. In einer ereignisreichen Begegnung war der Landesliga-Aufsteiger vom Badeweiher spritziger und besser sortiert als der FC Marl im ersten Spiel. Und das schlug sich auch prompt im Ergebnis wieder: Nach einem Eckball kam Robin Kapteina außerhalb des Strafraums an den Ball und versenkte ihn per Volley im linken Winkel (5.). Die Antwort des TSV folgte vom Anstoß weg und war nicht minder sehenswert. Lorenz Niedrig nahm einen langen Ball perfekt an und setzte die Kugel ebenfalls unhaltbar in den Winkel – 1:1 nach gerade einmal sechs Minuten. Und das Spiel verlor nicht an Tempo: Nach zwei lehrbuchartigen Kontern, die jeweils von Okan Solak (9.) und Marcel Dibowski (21.) eiskalt verwandelt wurden, ging der VfB mit 3:1 in Führung. Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Hülser vom Loekamp allerdings die Oberhand und brachten die Defensive des VfB immer wieder in Verlegenheit. In der 30. Minute verkürzte der Westfalenligist durch einen verwandelten Strafstoß von Andre Töppler sogar auf 2:3. Dabei blieb es. FC Marl - VfB Hüls 2:1 Ein Fernschuss von Marvin Wloch, den VfB-Keeper Yasin Muslubas parieren konnte, blieb lange das einzige Highlight der ersten Halbzeit. Wie aus dem Nichts gingen die Hülser dann in der 17. Minute in Führung. Marcel Dibowski traf zum 1:0. Nur zwei Zeigerumdrehung später egalisierte der FC Marl die Führung durch Maximilien Buhl (19.). Im zweiten Durchgang blieben Torraumszenen weitestgehend Mangelware, sodass sich viele an der BSA bereits auf eine Punkteteilung und einen damit verbundenen Finaleinzug des VfB eingestellt hatten. Doch fünf Minuten vor dem Schlusspfiff traf FC-Spielmacher Ömer Develi zum 2:1 für die Marler und schockte den Landesligisten vom Badeweiher – der sich damit am Samstag mit dem Spiel um Platz drei begnügen muss. Das Endspiel wird – dank des besseren Torverhältnisses – der TSV Marl-Hüls bestreiten.

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