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Kaum zu halten: Stefan Lorenz (l.) verschafft sich auf dem Spielfeld Raum. Der Mittelfeldspieler hat drei Kreuzbandrisse hinter sich – und trägt aktuell mit seinen Leistungen zum Aufschwung der Löwen bei.

Fußball

Stefan Lorenz, der Unverwüstliche

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MARL - Stefan Lorenz ist beim SC Marl-Hamm zum dritten Mal nach einem Kreuzbandriss auf den Platz zurückgekehrt und trägt zum Aufwärtstrend bei den Löwen bei.

Früher war ein Kreuzbandriss im Fußball nicht selten mit dem Karriereende eines Fußballers verbunden. Das ist heute zwar nicht mehr so, aber einen Kicker, der nach dieser Verletzung zweimal wieder auf den Platz zurückkehrt, ist nur selten zu finden. Aber ein Comeback nach drei Kreuzbandrissen? Das dürften nicht viele geschafft haben.

Stefan Lorenz ist einer davon, auch wenn er das ursprünglich nicht wollte. „Nach dem zweiten Kreuzbandriss wollte ich auf jeden Fall noch einmal angreifen“, sagt der 30-Jährige. „Ich habe aber auch gesagt, falls es nochmal passieren sollte, höre ich auf.“

Zum ersten Mal erwischte es Lorenz 2015, und er kann sich genau daran erinnern. „Das war in Barkenberg auf dem Rasenplatz“, erzählt Lorenz. „Da bin ich im Rasen hängen geblieben und habe mir das Knie verdreht. Dann ist auch noch ein Gegenspieler in mich hineingerutscht.“

Wie gesagt, nachdem das Kreuzband zum zweiten Mal durch war, hatte sich Lorenz vorgenommen, im Falle einer dritten Verletzung aufzuhören. Die geschah tatsächlich, und zunächst setzte der Elektroniker für Betriebstechnik auch aus. „Aber wenn ich bei den Spielen war oder mir ein Training angeschaut habe, hat es doch wieder in den Füßen gejuckt“, sagt Stefan Lorenz. „Außerdem hat es mich wegen der vielen Freunde in der Mannschaft gereizt.“

Mittlerweile ist Lorenz wieder Stammkraft

Und so wagte er sich doch wieder heran. In ganz kleinen Schritten zunächst. „Ich wollte mich fit halten und habe wieder mit dem Lauftraining angefangen. Das ging ungefähr eineinhalb Wochen gut“, sagt der Rechtsaußen mit einem Lachen.

Zunächst erfolgte seine Rückkehr nur im Training. „Wir haben ausgemacht, das Stefan wieder spielt, wenn sein Kopf dazu bereit ist“, sagt Löwen-Trainer Momo Dede, der dankbar dafür ist, dass die früheren Verletzungen seinen Spieler mittlerweile nicht mehr hemmen. Dede führte Lorenz behutsam heran, erhöhte seine Einsatzzeiten stetig.

Es blieb ihm irgendwann auch nichts anderes mehr übrig. „Stefan ist sehr fleißig und fast bei jedem Training“, sagt Dede. Lorenz zahlte das Vertrauen in ihn mit Leistung zurück und hat sich seit seinem Comeback im Laufe der Hinrunde zur absoluten Stammkraft beim SC Marl-Hamm entwickelt.

Als solche hat er natürlich auch einen Anteil am jüngsten Aufwärtstrend. Die Löwen gewannen alle vier Spiele nach der Winterpause – und Stefan Lorenz war in drei Spielen unter den Torschützen zu finden. Die Angst sei mittlerweile weg, sagt Stefan Lorenz. „Die Verletzung ist aus dem Kopf raus. Ich denke nicht mehr daran.“

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