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ie Ruhe vor dem Sturm: Ob Sinsens Trainer Toni Kotziampassis (vorn) und sein Kompagnon Andreas Köhler heute Abend so entspannt das Spitzenspiel verfolgen, ist zweifelhaft.

Fußball

Sturmwarnung für Tabellenführer TuS 05 Sinsen

MARL - TuS 05 Sinsen gegen RSV Meinerzhagen, dritter Anlauf: Nach zwei Absagen wegen Sturms wird das Spitzenspiel zwischen dem Tabellenführer und dem großen Aufstiegsfavoriten an diesem Donnerstag um 20 Uhr angepfiffen. Ohne Regen und Orkanböen, dafür bei angenehmen Temperaturen.

Stürmisch zugehen wird es nur auf dem Kunstrasenplatz der Bezirkssportanlage in Sinsen. Das dürfte vor allem an den Gästen liegen. Denen hilft nur Attacke: Bei elf Punkten Rückstand auf den Tabellenführer ist die Partie am 21. März für Meinerzhagen schon ein Endspiel. Eine faustdicke Überraschung angesichts der Qualität des Meinerzhagener Kaders, der mit etlichen Oberliga-, Regionalliga-, Drittliga- und sogar einem ehemaligen Zweitliga-Spieler (Marcel Kandziora, 29, SV Sandhausen, FSV Frankfurt) aufgestellt ist wie der eines ambitionierten Oberliga-Klubs. Auf dem Papier scheint derzeit alles für Sinsen zu sprechen. Ein meisterlicher Schnitt von fast 2,5 Punkten pro Spiel, die meisten Tore erzielt, die wenigstens kassiert. Selbst beim RSV Meinerzhagen bezeichnen sie Sinsen in einem Sozialen Netzwerk als „klaren Favoriten“. Ganz so einfach ist es wohl nicht, wie der Blick aufs „Kleingedruckte“ zeigt. Den Rückstand auf den TuS 05 hat sich der RSV im eigenen Stadion eingehandelt. Dort hat der Liga-Krösus nur fünf von bislang zehn Spielen gewonnen. Selbst Sauerland-Nachbar SC Neheim hat eine bessere Heimbilanz. In diesem Jahr klauten Finnentrop, Wanne-Eickel und Wiemelhausen in Meinerzhagen die Punkte. Auswärts dagegen ist der RSV brandgefährlich, spielt und punktet wie eine Spitzenmannschaft. Erklären kann sich Sinsens Trainer Antonios Kotziampassis die Bilanz nicht. Der 45-Jährige erinnert an die exzellenten Meinerzhagener Ergebnisse in der Vorbereitung. Und an Sinsens 0:5-Packung in der Hinrunde: „Da waren sie sehr stark. Imponierend.“ Allerdings: Der Trainer will die Bedeutung des zweiten direkten Duells nicht überhöhen. „Es ist nur ein Spiel, und noch lange nicht das letzte“, sagt der Castrop-Rauxeler. Deshalb bleibt der Westfalenligist TuS 05 in dieser Woche trotz Spitzenspiel auch im vertrauten Rhythmus. Das bedeutet: Am Mittwoch ist wie gewohnt frei in Sinsen. „Am Donnerstag hätten wir ohnehin trainiert. Diesmal sind dazu eben ein paar Zuschauer mehr im Stadion“, scherzt Übungsleiter Kotziampassis. „Auf einen Punkt spielen können wir nicht“ Aber im Ernst: Sportlich könnte der TuS 05 mit einem Unentschieden gut leben. „Nur: Spielen können wir auf einen Punkt nicht, die Mannschaft will gewinnen. Dazu brauchen wir aber eine gute Balance und dürfen uns nicht übermotiviert in die Zweikämpfe stürzen.“ So, als werde die Saison schon jetzt entschieden. Am Sonntag ist wieder Westfalenliga-Alltag, die DJK TuS Hordel kommt. Auch da brauche der TuS 05 seinen bestmöglichen Kader, sagt Kotziampassis. Der muss gegen Meinerzhagen auf eine Stammkraft verzichten: Flügelmann Olcay Yilmaz fällt angeschlagen aus. Der 19-Jährige, vor der Saison vom U19-Bundesligisten Arminia Klosterhardt gekommen, ist eine der Entdeckungen der Saison. TuS 05 Sinsen - RSV Meinerzhagen, Donnerstag 20 Uhr, Bezirkssportanlage Schulstraße Marl-Sinsen Aktuelle Infos vom Spitzenspiel im Liveticker: www.medienhaus-bauer.de/liveticker

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