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Freudentanz unter Hammer Löwen: Der Sportclub gewinnt ein aufregendes Kreisliga-Derby.

Fußball

Turbulentes Derby zwischen Löwen und Sinsen II

MARL - Der SC Marl-Hamm hat sich im Kreisliga-A.Derby gegen den TuS 05 Sinsen II durchgesetzt. In einem turbulenten Spiel gewannen die Löwen mit 5:3 (1:1).

Dieses Derby hatte alles. Vom aufopferungsvollen Kampf, über einen Platzverweis, bis hin zu einer herben Fehlentscheidung des Unparteiischen Sebastian Zimmer. Zudem kommen noch acht Tore und zahlreiche liegengelassene Torchancen. Dabei begann die Partie eher ruhig. Marl-Hamm hatte mehr vom Spiel, konnte dies aber nicht in etwas Zählbares verwandeln. Erst die überraschende Führung der Gäste durch Damian Delowetz brachte die Derby-Stimmung langsam ins Rollen (25.). Kurz darauf wurde Sinsens Sven Schneider an der Seitenlinie von den Beinen geholt. „Das war ganz klar eine gelbe Karte, wenn nicht sogar dunkelgelb. Er hat sich aber auch sofort entschuldigt“, erklärte Marl-Hamms Trainer Muhamed „Momo“ Dede, der dann von Schneider beleidigt wurde. „Das war eine Dummheit, weil Sinsen zu dem Zeitpunkt sehr gut gespielt hat und wir so wieder ins Spiel gekommen sind.“ Dumm war auch, dass Schiedsrichter Zimmer direkt daneben stand und Schneider folgerichtig vom Platz stellte (27.). In der 37. Minute traf dann Danny Pritchard zum 1:1-Pausenstand. Im zweiten Durchgang blieb die Partie trotz Sinsener Unterzahl offen. Dem Führungstreffer durch Marcel Koch (48.) folgte vier Minuten später das 2:2 durch Maurizio Fenu. In der 73. Minute traf Schiedsrichter Zimmer eine folgenschwere Fehlentscheidung. Erst scheiterte Hamms Koch frei an Sinsens Schlussmann Marvin Schulz, danach stolperte er über den am Boden liegenden Keeper. Der Unparteiische fackelte nicht lange und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Eine Fehlentscheidung, die Koch im weiteren Spielverlauf dem Sinsener Keeper bestätigte. Justin Hampel verwandelte sicher zum 3:2 (74.) und Julien Gutt legte kurz darauf sogar das 4:2 (78.) nach. Sinsen gab sich jedoch nicht geschlagen, scheiterte aber in Person von Jonas Vöcklinghaus am Querbalken (83.) und kurz darauf verfehlte Fürkan Saritas das leere Tor (88.). In der zweiten Minute der Nachspielzeit gelang ihnen dann endlich der Anschlusstreffer durch Christian Kopse, der allerdings zwei Minuten später schon wieder durch Hamms Justin Hampel egalisiert wurde – 5:3. „Wir haben selbst für die Hektik gesorgt. Eigentlich spielt uns hier alles in die Karten. Aber Hut ab vor der Leistung von Sinsen. Man sieht, dass das wieder eine Einheit ist. Zum Schluss hätte ich ihnen sogar ein Unentschieden gegönnt, weil sie wirklich alles in die Waagschale geworfen haben“,lobte Dede den gegnerischen Kampfgeist. Sinsens Trainer Sven Berger hätte allerdings doch lieber etwas Zählbares mitgenommen, statt nur warmer Worte: „Das haben die Jungs in der Art und Weise nicht verdient. Für den Kampf und die Einstellung hätten sie einen Punkt mitnehmen sollen. Selbst in Unterzahl hätten wir gewinnen oder einen Punkt holen können, die Chancen dazu hatten wir. Aber wir haben noch drei Spiele, neun Punkte sind noch zu vergeben. Und dann ist das Spiel hier auch abgehakt.“

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