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Patrick Goecke erzwang in Kirchhörde die Vorentscheidung. (Archivbild)

Fußball - Westfalenliga

Alles läuft für den TuS 05 Sinsen

MARL/DORTMUND - Trotz Kälte, Nässe und Regenschauern war es für den TuS 05 Sinsen ein ausgesprochen warmer, sonniger Sonntag. Zumindest so fühlte er sich so an. Nach anstrengenden, hart umkämpften 90 Spielminuten sprang für den Tabellenführer ein 3:1-Sieg beim Kirchhörder SC heraus.

Da gleichzeitig Verfolger Meinerzhagen gegen Finnentrop unterlag, vergrößerte sich Sinsens Vorsprung auf sieben Punkte. Und auch YEG Hassel, in Lauerstellung, ging gestern leer aus. Gründe zu feiern gab es auf Sinsener Seite damit reichlich.

„Nach der Winterpause kann bei uns nicht alles klappen“, mahnte Trainer Antonios Kotziampassis. Sein Team hatte in Dortmund-Kirchhörde 20 Minuten lang eine starke Phase, beherrschte den Gegner nach Belieben, und führte auch verdient mit 0:1 nach einem Standard. Anstatt den Eckball vor das KSC-Tor zu schlagen, wählte Olcay Yilmaz diesmal einen Rückpass auf Johannes Engel, der mit einem Schlenzer aus 18 Metern genau neben dem Pfosten ins SC-Tor traf.

Dieses Zaubertor verzückte auch irgendwie Kirchhördes Trainer Lothar Huber, der aber anmerkte: „Wir waren in Unterzahl, weil einer unserer Spieler dringend zur Toilette musste. So was habe ich in meiner langen Laufbahn auch noch nicht erlebt.“

Mit dem Rückstand im Rücken und wieder komplett machte sich die Heimelf an die Aufholjagd. Behilflich dabei war Sinsens David Sdzuy, der den Ball an der Mittellinie vertändelte. Kirchhörde passte den Ball zu Marcel Stiepermann, der sich auch noch gegen Timo Koscholleck behauptete und alleine vor Sven Jürgens sicher zum 1:1 verwandelte (26.)

Die Rot-Weißen wurden bissiger, merkten, dass dem Tabellenführer durch Laufbereitschaft und Einsatz beizukommen wäre. Auch ihr Mittelfeldspiel gewann an Kontur – und im Angriff beeindruckten Bernhard und Stiepermann durch ihre Schnelligkeit.

Goecke läuft einem scheinbar verlorenen Ball hinterher

Sinsen hielt das Remis und hätte vor der Pause durch ein besseres Konterspiel wieder in Führung gehen können. Dies gelang den Schwarz-Weißen in der 56. Spielminute: Mittelstürmer Patrick Goecke (Bild) setzte einem scheinbar aussichtslosen Ball nach. Kichhördes Keeper Andreas Lichtner wollte klären – und brachte Goecke an der Torauslinie zu Fall.

Schiedsrichter Selim Erk zögerte keine Sekunde und erkannte auf Strafstoß, den Marvin Piechottka zu seinem 13. Saisontor sicher verwandelte.

Kotziampassis lobte die Mentalität von Goecke, einem verlorenen Ball nachzugehen – Huber verurteilte die „Dummheit“ seines Torwarts.

Jedenfalls zeigte sich der TuS im weiteren Verlauf der zweiten Halbzeit wesentlich gefestigter, arbeitete in der Abwehr vermehrt mit Abseitsfalle, die immer funktionierte. Und vorne hätte Goecke nach 67 Minuten das 1:3 erzielen müssen, als er nach einem Doppelpass allein auf Lichtner zulief, aber den Torwart anschoss.

Von den Dortmundern drohte kaum noch Gefahr, auch wenn sich dem KSC einige Konterchancen boten. In der letzten Spielminute blühte noch einmal Spielkultur auf. Über direktes Spiel zwischen Maurizio Fenu und Piechottka gelangte der Ball zu Dennis Adamczok, der sicher zum 1:3 vollendete.

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