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Erzielte in Finnentrop/Bamenohl seinen vierten Saisontreffer für den TSV Marl-Hüls: Mohamed Bamba. (Archivbild)

Fußball - Westfalenliga

TSV mit Pech im Sauerland

MARL/FINNENTROP - Das Glück des Tüchtigen hat dem TSV Marl-Hüls am Sonntagnachmittag im Sauerland gefehlt. Der Westfalenliga-Spitzenreiter SG Finnentrop/Bamenohl setzte sich gegen den dezimierten Außenseiter durch zwei Tore in der Schlussphase mit 3:1 (1:1) durch.

„Besonders für unseren heute überragenden Torwart Nils Martens tut es mir leid. Er hätte für seine Leistung zumindest einen Punkt verdient gehabt“, kommentierte TSV-Trainer Werner Kasper das Ergebnis enttäuscht. Für die Komplimente seines Trainerkollegen Ralf Behle konnte er sich nichts kaufen.

Mit dem Führungstreffer von Hasan Dogrusöz (17.) schien die Begegnung den erwarteten Verlauf zu nehmen. Doch die Gäste zeigten Moral. Nach einem langen Ball aus der eigenen Hälfte schaltete Mohamed Bamba schnell und traf aus halblinker Position mit einem Schuss ins lange Eck zum verdienten 1:1-Ausgleich (23.).

Der Tabellenführer registrierte in der Folge, dass die Hülser auch spielerisch Paroli bieten konnten. Doch mit zunehmender Spielzeit wurden die Lücken in der Defensive der Gäste größer. Die Folge: TSV-Abwehrchef Muhamed Demir ging zwei Mal rustikal zur Sache, um Chancen zu verhindern – und bekam die Ampelkarte gezeigt. (72.).

Der TSV hat Chancen, die Gastgeber treffen

Nach der zweiten Gelb-Roten Karte gegen Demir, der bereits in Lünen vorzeitig zum Duschen geschickt worden war, nahm Trainer Werner Kasper seinen Innenverteidiger in Schutz: „Dass es zu den brenzligen Situationen kam, ist sicher nicht seine Schuld. Bei den Abwehrversuchen hat er im Übereifer die Mittel überzogen.“

In Unterzahl hatten André Töppler, Arthur Fell und Mohamed Bamba gute Möglichkeiten, den TSV Marl-Hüls in Führung zu schießen. Doch das Tor fiel auf der anderen Seite: Phillip Hennes war mit der Pike zur Stelle und überraschte so den famosen Torhüter Nils Martens (78.).

Dass der Tabellenführer in der vorletzten Minute durch Mike Schrage sogar noch auf 3:1 erhöhten, fiel für Werner Kasper nicht mehr ins Gewicht. „Das dritte Tor fällt doch nur, weil wir alles nach vorne werfen“, betonte der Fußball-Lehrer.

Sein knappes Fazit: „Großer Aufwand, kein Ertrag!“ Die längere Version: „Wir haben den Gegner lange gezwungen, auf unser Spiel einzugehen. Die ganze Truppe hat sich aufopferungsvoll eingebracht. Aber wir schaffen es immer noch nicht, die Aufmerksamkeit über 90 Minuten hochzuhalten.“

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