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Typisch Lünen gegen Sinsen – viel Kampf, wenig spielerische Linie: Hier bearbeiten 05-Kapitän Emre Köksal (rechts) und Innenverteidiger Tugay Tekin den Lüner Angreifer Fabian Pfennigstorf.

Fußball

Fehlstart bei Sturm und Regen: TuS 05 Sinsen unterliegt 1:2 beim Lüner SV

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Westfalenligist TuS 05 Sinsen legt mit dem 1:2 beim Lüner SV einen Fehlstart ins Jahr hin. Das miese Wetter macht den Gästen im Stadion Schwansbell schwer zu schaffen.

In letzter Minute hätte der Fußballnachmittag des TuS 05 Sinsen beinahe ein versöhnliches Ende genommen. Dominik Grams schickte den Ball vom Flügel in den „16er“ des Lüner SV auf Patrick Goecke. Und der Innenverteidiger, den nichts mehr hinten hielt, hob die Kugel per Fallrückzieher über Torhüter Ruscher – und knapp über die Latte. 

Nach Spielanteilen wäre das 2:2 in Ordnung gegangen, nach Torchancen eher nicht: Gastgeber Lünen hätte das Spiel bei seinen Kontern schon vorher entscheiden können. 

"Mit Fußball hatte das nicht viel zu tun"

Der TuS 05 haderte damit, dass diese Westfalenliga-Partie überhaupt stattfand: Schiedsrichter Martin Pier hatte nach einem Gang übers Grün offenbar signalisiert, wegen des starken Windes möglicherweise nicht anzupfeifen. Der TuS 05 jedenfalls meldete gegen 14 Uhr nach Marl: Zu Hause bleiben – es wird nicht gespielt. 

Eine halbe Stunde später entschied Pier zum Unmut der Gäste anders und schickte die Mannschaften zum Aufwärmen. Mit einer Viertelstunde Verspätung ging es dann los – bei miserablen äußeren Bedingungen. „Mit Fußball hatte das nicht viel zu tun“, fand TuS-05-Trainer Michael Schrank

Zumindest war es äußerst unansehnliches Fußballspiel. DerLüner SV, der gegen ersatzgeschwächte Sinsener verständlicherweise unbedingt auflaufen wollte, kam zunächst viel besser klar: Mit dem Wind im Rücken gewannen die Gastgeber mehr Zweikämpfe, spielten weniger Fehlpässe und hatten mehr Strafraumszenen. 

Gastgeber treffen aus mehr als 25 Metern

Das 1:0 aber war eher Zufall: Nach einem Eckball klärte Tugay Tekin per Kopf – aus mehr als 25 Metern hieltLSV-Kapitän Matthias Drees drauf. Flach rauschte der Ball durch die Beine von Abwehrspielern und Angreifern ins Eck (22.). „Was willst du da machen? Das Ding kam mit dem Wind wie eine Kanonenkugel“, sagte Patrick Goecke hinterher. 

Das 2:0 musste sich die Sinsener Defensive aber schon ankreiden lassen: Sascha Ernst schoss nach einem Solo von der linken Seite ein – 2:0 (34.). Das Ergebnis ging zu Pause in Ordnung. Nach dem Seitenwechsel beruhigte sich das Wetter etwas, der TuS 05 hatte nun erheblich mehr Ballbesitz und spielte mutiger nach vorn. 

Dabei profitierten die Gäste davon, dass Trainer Schrank Gerard Lubkoll in die Offensive beorderte: Der 23-Jährige sorgte auf der rechten Seite für viel Betrieb. 

Egzon Kadrija tritt nach Einwechslung „doppelt“ 

Klare Chancen blieben zunächst aber Mangelware, und hätte der Lüner SV nicht ein paar verheißungsvolle Konterchancen überhastet vergeben, die Partie hätte frühzeitig durch sein können. 

In der 78. Minuten jubelten endlich die Gäste: Der gerade eingewechselteEgzon Kadrija beförderte eine Hereingabe von Lubkoll ins Tor. Schiedsrichterassistent Jörn Hesse wedelt mit seiner Fahne: Abseits. „Wohl nicht“, moserte Trainer Schrank. 

In der 81. Minute war Kadrija erneut zur Stelle: Nach Vorarbeit von Lubkoll und Lorenz Niedrig schoss der Gladbecker zum 2:1 ein und gab das Signal für stürmische Sinsener Schlussminuten. Der Ausgleich war dem TuS 05 aber nicht mehr vergönnt.

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